RWE-Tochter Innogy hält trotz Trump an Plänen für US-Windpark fest

Trotz der politischen Zeitenwende in den USA hält der Ökostrom-Anbieter Innogy an seinen Plänen für einen Vorstoss in dem Land fest. "Bei der Windkraft wollen wir nicht nur in unseren bisherigen Kernmärkten wachsen", sagte Konzernchef Peter Terium laut Redemanuskript bei der Bilanzvorlage am Montag in Essen. "Wir werden auch in Märkten wie Irland und den USA aktiv. In beiden Ländern haben wir dazu kürzlich ein Büro eröffnet. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis in den USA unser erster Windpark ans Netz geht."
13.03.2017 10:06

Der neue US-Präsident Donald Trump gilt als Gegner eines stärkeren Ausbaus der erneuerbaren Energien - er fährt damit einen grundlegend anderen Kurs als sein Amtsvorgänger Barack Obama. Dennoch hat die RWE-Tochter Innogy eine Vorhut in die USA geschickt: Neben dem Planungsbüro in Chicago gibt es noch einen Entwicklungsstützpunkt im Silicon Valley. Aktuell ist Innogy auf Europa ausgerichtet: Mehr als die Hälfte des Stroms produziert Innogy in Deutschland, ein gutes Fünftel in Grossbritannien. Der überwiegende Teil, nämlich 84 Prozent, wird mit Windkraft erzeugt.

Parallel zur Windkraft soll die Solarstrom-Erzeugung ausgebaut werden. Dazu hatte Innogy im Sommer für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag den Batterie- und Solarspezialisten Belectric gekauft. "Mit Belectric wollen wir verstärkt Freiflächen-Solarkraftwerke realisieren", erklärte Terium nun in Essen. "Unser Blick richtet sich zunehmend auf sonnenreiche Regionen wie Middle-East oder Nordafrika. Wir prüfen aber auch in Europa und Nordamerika, ob sich solche Grossprojekte wertbringend realisieren lassen."/das/stb/jha/

(AWP)