RWE von schwachem Handelsgeschäft gebremst - Kraftwerke stabilisiert

ESSEN (awp international) - Ein Einbruch im Energie-Handelsgeschäft hat RWE das Halbjahresergebnis verdorben. Das betriebliche Ergebnis sackte um gut sieben Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro ab, wie der Konzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Das war schwächer als erwartet. Als Hauptgrund gab RWE ein enttäuschendes Handelsgeschäft an, das nach einem starken Jahresauftakt im zweiten Quartal überraschend in die roten Zahlen rutschte. Dagegen konnte der Konzern trotz der niedrigen Strompreise die Talfahrt seiner Grosskraftwerke dank Einsparungen vorerst stoppen.
11.08.2016 07:43

Für die zweite Jahreshälfte bleibt das Management vorsichtig: So soll das betriebliche Ergebnis im Gesamtjahr weiter von 3,8 Milliarden Euro 2015 auf 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro sinken.

Als Reaktion auf die wegen der Energiewende wegbrechenden Gewinne bereitet RWE seine Aufspaltung vor. Das Geschäft rund um Ökostrom, Netze und Vertrieb bündelt der Konzern in der neuen Tochter Innogy, die nach aktuellen Plänen noch in diesem Jahr an die Börse gehen soll. Befreit vom schwer angeschlagenen Grosskraftwerksgeschäft verspricht sich das Management durch den Schritt neue finanzielle Spielräume für Investitionen in Zukunftsgeschäfte. Im Mutterkonzern, der auch langfristig die Mehrheit an Innogy halten und von deren Dividende profitieren soll, bleiben von den operativen Bereichen nur die Grosskraftwerke und der Energiehandel./enl/das

(AWP)