Ryanair besorgt sich in Corona-Krise frisches Geld von Anlegern

Europas grösster Billigflieger Ryanair will sich nach dem monatelangen Geschäftsausfall durch die Corona-Krise frisches Geld von Anlegern besorgen. Mit der Ausgabe neuer Aktien will das Unternehmen brutto rund 400 Millionen Euro einsammeln, wie es am Donnerstag nach Börsenschluss in Dublin mitteilte. Dies soll die Liquiditätslage weiter verbessern. Das Geld soll von institutionellen Anlegern und anderen Investoren kommen, darunter Ryanair-Manager einschliesslich Konzernchef Michael O'Leary.
03.09.2020 18:19

Ausserdem plant das Unternehmen in Kürze mit der Ausgabe neuer Anleihen weiteres Geld hereinzuholen. Das Management erwartet, dass das Geld aus der Kapitalerhöhung die Aussichten dafür verbessert.

Das Jahr 2020 habe sich jetzt bereits als die schwierigste Zeit in Ryanairs Geschichte erwiesen, hiess es zur Begründung. Das Unternehmen verfügte den Angaben zufolge Ende Juni über Barreserven in Höhe von mehr als 3,9 Milliarden Euro und nannte 333 Boeing-Jets im Gesamtwert von etwa 7 Milliarden Euro sein eigen.

Allerdings muss die Airline im kommenden Jahr eine Anleihe über 850 Millionen Euro und Staatshilfe von 600 Millionen britischen Pfund (675 Mio Euro) zurückzahlen. Insgesamt würden Schulden in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro fällig. Zudem erwartet sie, noch vor dem nächsten Sommer bis zu 40 Boeing-Jets vom Typ 737 Max zu bekommen./stw/jha/

(AWP)