Ryanair sieht sich durch Brexit-Votum schwer getroffen

London (awp/sda/afp) - Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair sieht sich ihrem Wachstum durch den Brexit schwer beeinträchtigt. Während im laufenden Geschäftsjahr ein Wachstum von 15 Prozent in Grossbritannien erwartet werde, sei im nächsten Geschäftsjahr, das im April beginnt, nur noch mit sechs Prozent zu rechnen.
31.08.2016 17:27

Dies sagte Unternehmenschef Michael O'Leary am Mittwoch in London. Ohne Brexit-Votum würde es weiterhin zweistellige Wachstumsraten geben, betonte O'Leary vor den Medien. Nach dem Referendum Ende Juni, bei dem sich eine knappe Mehrheit der Briten für den EU-Austritt ausgesprochen hatte, seien die Buchungszahlen zurückgegangen. Deshalb habe Ryanair die Preise gesenkt.

O'Leary kündigte an, sein Unternehmen werde so lange keine zusätzlichen Flugzeuge in Grossbritannien stationieren, bis es mehr Klarheit über die Folgen des Brexit-Votums gebe. Der Ire hatte vehement für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU geworben.

O'Leary forderte die britische Premierministerin Theresa May auf, die Londoner Flughäfen kräftig auszubauen. Die britische Regierung überlegt derzeit, ob am Flughafen Heathrow oder am Flughafen Gatwick eine neue Landebahn gebaut werden soll. O'Leary forderte, beides zu tun - und auch den Flughafen Stansted, den Ryanair am stärksten nutzt, um noch eine Landebahn zu erweitern.

(AWP)