Saint-Gobain-CEO: Wollen weiterhin die Kontrollmehrheit an Sika übernehmen

Courbevoie (awp) - Die französische Saint-Gobain-Gruppe hält nach wie vor am Plan fest, die Kontrollmehrheit am Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika zu übernehmen. Dies bekräftigte CEO Pierre-André de Chalendar in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung zum Jahresabschluss von Saint-Gobain. Man sei zuversichtlich, dass dies gelingen werde, heisst es weiter.
25.02.2016 18:45

Das letzte Hindernis zum Ziel bleibe die Limitierung der Namensstimmrechte der Familienholding SWH, heisst es in der Mitteilung dazu weiter. Bei Saint-Gobain glaubt man, dass das Kantonsgericht Zug in dieser Streitfrage bis im kommenden Sommer ein Urteil abgeben wird.

Die Erbenfamilie Burkard hatte gegen den Sika-Verwaltungsrat geklagt, nachdem dieser die Namensstimmrechte der Familienholding SWH an den jüngsten Generalversammlungen auf 5% der gesamten Namenaktien beschränkt hatte. Mit der Klage soll die Annullierung der Entscheidungen der Generalversammlungen erreicht werden. Die Familie, welche 16% des Kapitals und 52% der Stimmrechte an Sika hält, will ihre Anteile an den französischen Konzern Saint Gobain verkaufen.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Saint-Gobain den Umsatz um 3,3% auf 39,6 Mrd EUR gesteigert, wie die Gruppe am Donnerstag weiter mitteilt. Organisch sei man leicht um 0,4% gewachsen. Der operative Gewinn nahm um 4,5% auf 2,64 Mrd (like-for-like: +2,2%) zu, während der Reingewinn um 36% auf 1,30 Mrd in die Höhe kletterte. Den Aktionären wird eine stabile Dividende in Höhe 1,24 EUR je Aktie zur Auszahlung vorgeschlagen.

mk/yr

(AWP)