Saint-Gobain verlängert Sika-Kaufvertrag mit der Familie Burkard

(Meldung ergänzt, Ergebnis Saint-Gobain) - Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hält nach jahrelangem Streit um die Übernahme der Schweizer Bauchemiefirma Sika an dem Vorhaben fest. Die Vereinbarung zum Kauf der Sika-Stimmrechtsmehrheit wurde bis zum 30. Juni 2018 verlängert, teilte Saint-Gobain am Donnerstag mit.
26.10.2017 19:42

Danach bestehe die Option, den Vertrag mit der Sika-Gründerfamile Burkard bis Ende 2018 auszuweiten. "Diese weitere Verlängerung des Verkaufsvertrages zeigt einmal mehr die Übereinstimmung zwischen der Familie Burkard und Saint-Gobain sowie deren felsenfeste Entschlossenheit", erklärten die Franzosen.

Sika wehrt sich seit mehreren Jahren gegen die Übernahme durch Saint-Gobain. Der Ausgang der Auseinandersetzung hängt von einem Gerichtsverfahren ab, dessen Urteil in den kommenden Wochen erwartet wird. "Die erneute Vertragsverlängerung unterstreicht den Willen und das gegenseitige Vertrauen beider Parteien, diese Transaktion erfolgreich abschliessen zu können", erklärte Familiensprecher Urs Burkard.

UMSATZPLUS IM DRITTEN QUARTAL

Am Donnerstagabend gab St. Gobain auch die Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres bekannt. Demnach konnte der Konzern gegenüber der Vorjahresperiode den Umsatz um 4,3% auf 30,6 Mio EUR steigern. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Zu- und Verkäufe, betrug das Plus 4,2%.

Abgesehen von der Cyber-Attacke hätte der positive Trend in der ersten Jahreshälfte auch im dritten Quartal angehalten, wie Konzernchef Pierre-André de Chalendar in der Mitteilung zitiert wird.

Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse im dritten Quartal um 4,1% auf knapp 10,2 Mio EUR zu. Bereinigt um Zu- und Verkäufe wuchsen sie gar 5,6%. Das Wachstum sei breit abgestützt, heisst es weiter. In allen Geschäftsfeldern und über alle Regionen hinweg hätten die Verkäufe zugelegt.

Der Konzern bestätigt die Ziele für das Gesamtjahr. Das operative Ergebnis dürfte im zweiten Halbjahr über dem Ergebnis des ersten Halbjahrs zu liegen kommen.

(AWP)