Salt-Chef zufrieden mit Jahr 2016 - Keine News zu Festnetzangebot

Der Chef des Mobilfunkanbieters Salt ist mit dem Geschäftsjahr 2016 zufrieden. "Wir sind zurück auf dem Wachstumspfad", sagte CEO Andreas Schönenberger am Donnerstag mit Blick auf die Entwicklung der Abo-Kundenzahl. Diese stieg auf 1,20 von 1,15 Millionen. Diese Kunden sind viel lukrativer als Prepaid-Kunden.
06.04.2017 14:42

Ob sich dieser Trend im laufenden Jahr fortgesetzt hat, liess der CEO an einem "Business-Update" für Journalisten offen: "Unsere Produkte werden gut angenommen; das ist alles, was ich sagen kann."

Generell mochte sich der Firmenchef nicht gross zur Geschäftsentwicklung im letzten Jahr äussern. Dass der Umsatz um 12% auf 1,13 Mrd zurückging, führte er auf das "kompetitive Umfeld" zurück. Dass gleichzeitig der operative Gewinn um knapp ein Viertel auf 428,4 Mio CHF zunahm, erklärte er mit Sparmassnahmen. "Wir sind überall effizienter geworden", so Schönenberger. Das Unternehmen, das sich im Besitz des französischen Telekomunternehmers Xavier Niel befindet, sei nun gut aufgestellt, um den Markt weiter zu "dynamisieren".

Weitere Kennzahlen dazu gab es nicht. Vor einem Monat wurde allerdings der Geschäftsbericht der Salt-Muttergesellschaft Matterhorn Telecom Holding publik. Laut diesem Bericht gelang der Firma im vergangenen Jahr unter dem Strich die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Es resultierte ein Gewinn von 98,1 Mio CHF nach einem Verlust von 100,6 Mio CHF im Vorjahr.

"INTERNATIONAL IST DAS NETZ GUT"

Wichtig ist dem Salt-Chef die Netzqualität. Im vergangenen Jahr seien 613 Antennen aufgerüstet oder neu aufgestellt worden. Im laufenden Jahr werde diese Zahl auf über 700 steigen, hiess es weiter. Dass Salt hinter Sunrise und Swisscom laut einem Vergleichstest das schlechteste Mobilfunknetz der Schweiz hat, beunruhigt Schönenberger nicht. Im internationalen Vergleich sei auch das Salt-Netz sehr gut.

Keine News gab es zum Einstieg ins Festnetzgeschäft, der als gesichert gilt. "Wir machen keine Ankündigungs-PR", sagte der CEO. "Ich würde mich als Kunde aber nicht zu lange an einen anderen Anbieter binden", meinte er vielsagend.

Keinen Kommentar gab es auch zu den Gerüchten, Besitzer Niel habe kürzlich eine schöne Stange Geld aus dem Unternehmen abgezogen. "Das betrifft eine andere Ebene", so der CEO.

rw/cp

(AWP)