Salt erhöht Roaming-Tarife

Ohne aktive Mitteilung hat das Mobilfunkunternehmen Salt diese Woche die Roamingtarife für Schweizer Nachbarländer um bis zu Zweidrittel erhöht. Dies geschieht in einem Umfeld, wo Roaming-Tarife auf breiter Front sinken.
13.04.2017 19:20

Wer über Ostern in Deutschland, Italien, Frankreich oder Österreich mit einem Abonnement von Salt telefoniert, zahlt höhere Roaming-Tarife. Ein Salt-Sprecher bestätigt am Donnerstag einen Bericht von "Blick".

In der Zone A mit Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich sowie Monaco, San Marino und Vatikan verteuerten sich anfangs Woche die Roaming-Kosten für lokale Anrufe von 1,10 auf 1,79 CHF pro Minute (plus 63%). Eingehende Anrufe kosten neu 0,79 CHF statt 0,60 CHF pro Minute. Und Anrufe in die Schweiz wiederum kosten mit 1,79 Franken/Minute neu 5% mehr.

In der Zone B mit weiteren 20 europäischen Ländern sowie den USA und der Türkei schlagen die Roamingtarife für lokale Anrufe um 66% auf 1,99 CHF auf.

Salt weist darauf hin, dass die neuen Standardtarife nur anfallen, wenn Kunden für den Auslandaufenthalt kein Roaming-Paket buchen. Zudem seien die neuen Tarife im Internet aufgeschaltet. Und: Kunden, die ins Ausland fahren, würden dort über den neuen Tarif informiert, so der Sprecher.

Während auch Swisscom diesen Monat einzelne Roamingtarife erhöhte, schafft die EU Roaming-Gebühren ab 15. Juni ab.

(AWP)