Salzgitter erwägt Zukäufe im Technologiebereich

Der Stahlkonzern Salzgitter hält sich beim Thema Zukäufe weiter zurück. Allenfalls in seiner Technologiesparte schliesst das Unternehmen Akquisitionen nicht aus. Dort seien "Zukäufe zur Programm- und Technologieergänzung" durchaus "wünschenswert", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Braunschweig. Insgesamt seien Übernahmen für die positive Weiterentwicklung der Salzgitter-Geschäfte jedoch "nicht zwingend notwendig".
01.06.2017 12:40

Fuhrmann bekräftigte die Ziele des Restrukturierungsprogramms bis 2021, nach denen stahlnahe und stahlferne Geschäftsbereiche jeweils die Hälfte des Umsatzes ausmachen sollen. Bislang hat das stahlnahe Geschäft noch eine stärkere Gewichtung von 60 Prozent. Die Stahlbranche kämpft insgesamt mit Preisdruck, Überkapazitäten und Billigimporten insbesondere aus China. Deswegen bemühen sich Stahlhersteller wie Salzgitter oder Thyssenkrupp, andere Bereiche auszubauen und sich so weniger abhängig vom Stahl zu machen.

Eine Abkehr vom Stahl bedeutet dies Fuhrmann zufolge jedoch nicht. "Unsere DNA liegt im Stahl - und das wird auch in Zukunft so bleiben."/nas/stb

(AWP)