Salzgitter verdient dank guter Geschäfte und Sparprogramm deutlich mehr

Deutschlands zweitgrösster Stahlhersteller Salzgitter profitiert von einer hohen Nachfrage und dem Sparprogramm. Der Gewinn vor Steuern zog in den ersten neun Monaten auf 174,5 (Vorjahr: 21) Millionen Euro an, wie das im MDax notierte Unternehmen überraschend am Mittwoch in Salzgitter mitteilte.
08.11.2017 17:26

Das Ergebnis fiel damit deutlich besser aus als Experten erwartet hatten. Diese hatten im Schnitt bisher mit einem Vorsteuergewinn von 148 Millionen Euro gerechnet. Dies ist auch der Grund für die Pflichtmitteilung mit Bekanntgabe der Zahl. Der detaillierte Quartalsbericht soll am 14. November veröffentlicht werden.

Der Konzern bestätigte zudem die erst am 24. Oktober erhöhte Prognose. Damals hatte der zweitgrösste deutsche Stahlhersteller mitgeteilt, dass er eine Umtauschanleihe über Aktien des Kupferherstellers Aurubis nicht zurückzahlt, sondern stattdessen den Anteil abbaut. Da eine Rückzahlung teuer geworden wäre, führte dies zu einem positiven Einmalfeffekt.

Da zudem die Geschäfte gut laufen, hatte Salzgitter seine Prognose erhöht. Beim Gewinn vor Steuern werde jetzt ein Wert zwischen 175 Millionen und 225 Millionen Euro erwartet. Die Spanne für die Ergebnisprognose wurde damit um weitere 25 Millionen Euro erhöht. Das Unternehmen hatte erst im Juli die Gewinnprognose um ebenfalls 25 Millionen Euro angehoben.

Die Aktie legte am Mittwoch nach Bekanntgabe des Vorsteuergewinns der ersten neun Monate leicht zu. Insgesamt wirkten sich aber die Nachrichten der vergangenen Tage kaum auf den Kurs aus. Das Papier steht praktisch auf dem Niveau, dass es vor der Anhebung der Prognose und der Bekanntgabe der Eckdaten hatte./zb/he

(AWP)