Schaeffler-Chef will nach Schuldensenkung nur kleine Übernahmen

MÜNCHEN (awp international) - Der Wälzlagerhersteller und Autozulieferer Schaeffler will sich trotz der jüngsten Verringerung seiner Schuldenlast bei Übernahmen zurückhalten. Grosse Zukäufe in den Bereichen Elektronik und Software seien nicht geplant, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld "Euro am Sonntag". "Übernahmen mit Grössenordnungen im unteren dreistelligen Millionenbereich sind jedoch eine Option." Dieser Ausbau werde sich in der Gewinn- und Verlustrechnung der kommenden Jahre allerdings nicht bemerkbar machen. Zuletzt steuerte das Autozulieferer-Geschäft rund drei Viertel zum Konzernumsatz von 13,2 Milliarden Euro (2015) bei.
18.09.2016 19:31

Der Schaeffler-Chef äusserte sich auch zum Schuldenabbau. Nach der Rückzahlung des 1,7-Milliarden-Euro-Kredits der Familienholding IHO an die Schaeffler AG hatte sich die Verschuldung des börsennotierten Wälzlagerherstellers zur Jahresmitte auf das 1,3-Fache des operativen Gewinns reduziert. "Für das Gesamtjahr erwarten wir rund 600 Millionen Euro Cashflow. Auf dieser Basis sollte die Verschuldung zum Jahresende weiter zurückgehen", sagte Rosenfeld. Das Potenzial für eine Optimierung der Kapitalstruktur sei jetzt aber weitgehend erschöpft.

Nach dem überraschend erhaltenen Investmentgrade-Rating der Rating-Agentur Moody?s strebt Schaeffler laut Rosenfeld nun auch bei Standard & Poor?s (S?&?P) ein Investment-Grade-Rating an./he

(AWP)