Schaeffler enttäuscht bei Auto-Rendite - Industriegeschäft wächst

(Ausführliche Fassung) - Der Autozulieferer Schaeffler hat im ersten Quartal in seiner Autozuliefersparte operativ unerwartet wenig verdient. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern ging im ersten Quartal um mehr als einen Prozentpunkt auf 13,1 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Damit habe das Unternehmen die Erwartungen am Markt stark verfehlt, kommentierte UBS-Analyst Julian Radlinger. Am Aktienmarkt sank die Schaeffler-Aktie in der MDax-Schlussgruppe um 5 Prozent.
11.05.2017 12:30

Die zuletzt schwächelnde Industriesparte konnte dagegen wieder wachsende Umsätze verzeichnen. Währungsbereinigt habe die Sparte im ersten Quartal ein kleines Plus bei den Erlösen vorweisen können, rechnete das Unternehmen vor.

Im Autozuliefergeschäft sei Schaeffler stärker als der Markt gewachsen, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Insgesamt kletterte der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 6,9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro, vor allem dank der Geschäfte in China. Ohne Währungseffekte hätte das Plus 5,4 Prozent betragen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 3,3 Prozent auf 435 Millionen Euro, die entsprechende Marge sank damit von 12,6 auf 12,2 Prozent. Unter dem Strich stand ein um gut 10 Prozent höherer Gewinn von 279 Millionen Euro. Damit schnitt das Unternehmen auf Konzernebene in etwa wie erwartet ab.

Die Jahresprognose bestätigte das Management. Ohne Wechselkurseinflüsse gerechnet soll der Umsatz um 4 bis 5 Prozent zulegen, die operative Marge vor Sondereffekten zwischen 12 und 13 Prozent betragen./men/she/zb

(AWP)