Schaffhauser Kantonalbank 2016 mit Gewinnrückgang wegen Sonderfaktoren

Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) hat im Geschäftsjahr 2016 nach dem von Sonderfaktoren geprägten Vorjahr einen um einen Fünftel tieferen Jahresgewinn von 39,1 Mio CHF erzielt. Es handle sich aber um den zweithöchsten Gewinn in der Geschichte der Bank, betonte das Institut in einer Mitteilung vom Dienstag. Ohne Sonderfaktoren hätte der Gewinn um 4% zugelegt. Die Bilanzsumme der SHKB erhöhte sich per Ende Jahr um 6,4% auf 7,06 Mrd CHF, wobei die Bank nicht zuletzt im Hypothekengeschäft rasch wuchs.
21.03.2017 13:55

Der Geschäftserfolg, der das operative Ergebnis widerspiegelt, lag im Jahr 2016 mit 58,4 Mio CHF um 9,1% unter dem Vorjahr. Unter Ausklammerung der Sonderfaktoren wäre er dagegen um 12% gestiegen. Das Jahr 2015 war für die SHKB unter anderem von einem Verkauf der Swisscanto-Anteile und eines Teils der Finnova-Aktien geprägt gewesen.

ZINSENGESCHÄFT LEGT ZU

Deutlich zulegen konnte die Kantonalbank 2016 im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft: Der Netto-Zinserfolg legte um 7,7% auf 77,8 Mio CHF zu. Dazu hätten ein starkes Volumenwachstum, ein aktives Refinanzierungsmanagement und Erfolge im Risikomanagement beigetragen, so die SHKB. Der Kommissionserfolg lag dagegen mit 29,8 Mio CHF um 14% unter dem Vorjahreswert, im Jahr 2015 hatte der Posten allerdings noch von der Auflösung einer nicht mehr benötigten Abgrenzung von 5,4 Mio profitiert. Der Handelserfolg belief sich auf 9,3 Mio CHF (+0,6%).

Die Kosten gingen trotz eines leicht höheren Personalbestandes um 0,4% auf 55,3 Mio CHF zurück. Das Kosten-Ertragsverhältnis verschlechterte sich auf 46,4% nach 44,1% im Jahr davor.

MEHR KUNDENGELDER

Das Kreditvolumen erhöhte sich per Ende Jahr um 5,9% auf 5,86 Mrd CHF, wobei die Hypothekarforderungen gar um 7,2% anstiegen. Weiterhin gelte die "umsichtige Kreditvergabepraxis" der Bank mit hohen Ansprüchen an Kundenbonität, Objektqualität und Belehnungshöhe, betont das Unternehmen. die Kundengelder stiegen mit einem Plus von 6,8% ebenfalls deutlich an.

Die Bank wolle weiterhin "in die Zukunft investieren", heisst es in der Mitteilung weiter. Zwar blicke sie angesichts der "äusserst erfreulichen" Entwicklung, dem guten Kundenzuspruch und der Kapitalstärke positiv in die Zukunft. Angesichts des "rauen Umfeldes" und der weiteren Zukunftsinvestitionen rechne die Bank aber in den kommenden Jahren mit leicht rückläufigen Erträgen.

tp/rw

(AWP)