Schindler-PS klettern dank überzeugender Neunmonatszahlen weiter in die Höhe

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat für die ersten neun Monate 2017 ein überzeugendes Zahlenset vorgelegt, der PS klettert an der Börse entsprechend auf neue Allzeithochstände. Dem Innerschweizer Konzern gelang im dritten Quartal eine Wachstumsbeschleunigung und eine klare Steigerung des Ergebnisses. Analysten warnen allerdings auch vor den Risiken angesichts des derzeit sehr hohen Bewertungsniveaus.
24.10.2017 10:09

Um 09.45 Uhr steigen Schindler PS um 1,0% auf 225,30 CHF, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,2% verliert. Dabei wurde im frühen Geschäft bei 226,10 CHF ein neues Allzeithoch gesetzt.

Die Schindler-Papiere blicken auf einen imposante Kursentwicklung zurück. Mit dem Wegfall des Euro-Mindestkurses im Januar 2015 waren die PS unter die Marke von 120 CHF abgerutscht, ehe sie einen Steigerungslauf starteten. Im laufenden Jahr legten die Titel bislang um gut einen Viertel zu.

An den am Dienstag von Schindler vorgelegten Zahlen haben Analysten kaum etwas auszusetzen. Der Konzern habe die Markterwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Reingewinn leicht übertroffen, meint etwa Christian Obst von Baader Helvea. Das Unternehmen wachse schneller als der wichtigste Konkurrent Kone und weise das bessere Margenmomentum auf, ergänzt Bernd Pomrehn von der Bank Vontobel.

Auch bei der ZKB verweist man auf die leicht besser als erwartet ausgefallenen Neunmonatszahlen. Der Auftragseingang entwickle sich dynamisch und im Umsatzwachstum habe die Gruppe an Tempo gewonnen, kommentiert Analyst Martin Hüsler. Mit einem Auftragsbestand von 10,8 Mrd CHF könne Schindler zuversichtlich aufs Schlussquartal blicken.

Während Schindler bei Auftragseingang und Umsatz die Vorgaben übertroffen hat, habe sich die Marge in etwa so entwickelt wie erwartet, heisst es in einer Ersteinschätzung von Jefferies. Schindler habe Verbesserungen beim Produktmix und den Betriebskosten erzielt, während der Preisdruck und der Anstieg der Materialkosten Gegenwind erzeugt hätten. Die vom Management bestätigte Guidance fürs Gesamtjahr scheine aber erreichbar zu sein, so der Analyst.

An der Börse sei Schindler, gemessen an verschiedenen Kennzahlen, aber sehr hoch bewertet und die Risiken seien mit Blick auf eine mögliche Korrektur gestiegen, warnt Baader-Analyst Obst. Wie auch die anderen Analysten belässt er das Rating auf "Hold". Das positive Momentum des Schindler-Geschäfts sei aktuell in der hohen Bewertung der PS abgebildet, glaubt man auch bei der Bank Vontobel.

mk/uh

(AWP)