Schindler steigert im ersten Semester Umsatz um 3,4% - Umsatzziel leicht gesenkt

Ebikon (awp) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2016 bei allen Kennzahlen leicht zugelegt. Der Auftragseingang stieg um 2,1% auf 5,08 Mrd CHF und der Umsatz um 3,4% auf 4,65 Mrd CHF. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 2,3% bzw. 3,9%, wie Schindler am Dienstag mitteilte.
16.08.2016 06:30

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT kam bei 504 Mio zu liegen und damit 5,9% über dem Wert des Vorjahressemesters, in Lokalwährungen hätte das Plus 7,6% betragen. Die EBIT-Marge verbesserte sich damit auf 10,9% von 10,6%. Vor Restrukturierungskosten hätte sogar eine Marge von 11,1% resultiert, wird betont. Der Konzerngewinn nahm derweil um 3,9% auf 372 Mio CHF zu.

Das Unternehmen zeigt sich in der Mitteilung zufrieden: Es ist von einem erfreulichen Wachstum und einer verbesserten Profitabilität die Rede. Das Plus beim Auftragseingang sei in einem rückläufigen Gesamtmarkt erreicht worden, wird zugleich betont.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten beim Auftragseingang leicht übertroffen, beim Umsatz erfüllt und bei den Gewinnzahlen knapp verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Auftragseingang von 5,06 Mrd, einem Umsatz von 4,65 Mrd, einem EBIT von 515 Mio und einem Konzerngewinn von 392 Mio CHF gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2016 senkt Schindler das Ziel für das Umsatzwachstum leicht: Neu wird ein Plus von 3% bis 5% statt der bisherigen 3% bis 7% angepeilt. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 750 und 800 Mio CHF erwartet wird.

Der Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt werde 2016 leicht rückläufig sein, heisst es zum Ausblick weiter. Dies sei vor allem auf die sich abschwächenden Märkte in China und Lateinamerika zurückzuführen. Mit Ausnahme von China dürften die Märkte Asien-Pazifiks sowie in Europa moderat wachsen, so die Erwartung. In Nordamerika rechnet Schindler unverändert mit gutem Wachstum. In zahlreichen Märkten sei zudem mit anhaltendem Preisdruck zu rechnen.

rw/uh

(AWP)