Schindler steigert im ersten Semester Umsatz um 3,4% - Umsatzziel leicht gesenkt

(Mit weiteren Angaben, insbesondere zu den Regionen und zum zweiten Quartal ergänzt)
16.08.2016 07:21

Ebikon (awp) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Semester bei allen Kennzahlen zugelegt. Dies gelang laut dem Unternehmen in einem rückläufigen Gesamtmarkt. Das Umsatzziel für 2016 wird gleichwohl leicht gesenkt, ausserdem gibt es neu ein Gewinnziel.

Das Unternehmen spricht von einem "erfreulichen Wachstum" in einem herausfordernden Marktumfeld. Der Gesamtmarkttrend für Neuanlagen sei rückläufig gewesen, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag. So entwickelte sich laut den Firmenangaben insbesondere der wichtige chinesische Markt für Neuinstallationen im ersten Halbjahr schwach. Auf der anderen Seite sei der Markt im restlichen Asien, in Nordamerika und Europa gewachsen.

Schindler weist in diesem Umfeld einen 2,1% höheren Semester-Auftragseingang von 5,08 Mrd CHF aus, wobei das Plus in Lokalwährungen 2,3% betrug. Dies bestätige die "erfolgreiche Umsetzung der eingeschlagenen Wachstumsstrategie", kommentiert das Unternehmen die Entwicklung. Der Auftragsbestand nahm gegenüber dem Jahresende 2015 um 5,8% (+7,0% in LW) auf 9,91 Mrd CHF zu.

Beim Umsatz verbesserte sich Schindler um 3,4% auf 4,65 Mrd CHF, wobei in Lokalwährungen ein Plus von 3,9% resultierte. Das stärkste Wachstum erzielte laut den Angaben die Region Amerika, gefolgt von den Regionen Europa und Asien-Pazifik.

VERBESSERTE PROFITABILITÄT

Bei der Profitabilität machte der Innerschweizer Konzern Fortschritte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT stieg um 5,9% auf 504 Mio CHF (+7,6% in LW). Die EBIT-Marge verbesserte sich damit auf 10,9% von 10,6%. Vor Restrukturierungskosten hätte sogar eine Marge von 11,1% resultiert, wird betont. Der Konzerngewinn nahm derweil um 3,9% auf 372 Mio CHF zu.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten beim Auftragseingang leicht übertroffen, beim Umsatz erfüllt und bei den Gewinnzahlen knapp verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Auftragseingang von 5,06 Mrd, einem Umsatz von 4,65 Mrd, einem EBIT von 515 Mio und einem Konzerngewinn von 392 Mio CHF gerechnet.

Die separat ausgewiesenen Zahlen für das zweite Quartal zeigen beim Auftragseingang (+2,6% in LW) und Umsatz (+4,4%) ein etwas höheres Tempo als im ersten Quartal. Die EBIT-Marge verharrte bei 10,9%, wobei allerdings ohne Restrukturierungskosten eine Verbesserung auf 11,3% gelungen wäre, wie es weiter heisst.

GEWINN VON 750-800 MIO CHF ERWARTET

Für das Gesamtjahr 2016 engt Schindler das Zielband für das Umsatzwachstum leicht ein: Neu wird ein Plus von 3% bis 5% statt 3% bis 7% angepeilt, nachdem im ersten Semester ein Wert von 3,9% erreicht wurde. Zudem gibt es neu ein Ziel für den Konzerngewinn, der zwischen 750 und 800 Mio CHF erwartet wird. Mit anderen Worten: Es wird ein für das zweite Semester mindestens ein Gewinn auf dem Niveau des ersten Halbjahres (372 Mio) angepeilt.

Der Lift- und Rolltreppenmarkt werde 2016 leicht rückläufig sein, heisst es zum Ausblick weiter. Dies sei vor allem auf die sich abschwächenden Märkte in China und Lateinamerika zurückzuführen. Mit Ausnahme Chinas dürften die Märkte Asien-Pazifiks sowie in Europa moderat wachsen, so die Erwartung. In Nordamerika rechnet Schindler unverändert mit gutem Wachstum. In zahlreichen Märkten sei zudem mit anhaltendem Preisdruck zu rechnen.

rw/uh

(AWP)