Schindler steigert Rentabilität im ersten Quartal - Prognose bekräftigt

(Mit weiteren Angaben ergänzt) - Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Quartal 2017 mehr Bestellungen an Land gezogen, mehr Umsatz erzielt und dabei die operative Rentabilität verbessert. Beim Reingewinn wirkte sich hingegen ein buchhalterischer Einmaleffekt negativ aus. An der Prognose für das Gesamtjahr hält das Management fest.
25.04.2017 07:40

Das Management des Innerschweizer Konzerns ist mit dem Start ins Jahr zufrieden. Die Marktstellung sei weiter gefestigt worden, und die Profitabilität habe sich dank operativer Fortschritte erhöht, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9% auf 2,26 Mrd CHF. Ohne Wechselkurseffekte hätte ein minimal geringeres Plus von 3,8% resultiert, wie es weiter heisst. Der Bestellungseingang wuchs derweil um 5,7% (+5,9% in LW) auf 2,61 Mrd. Per Ende März wies Schindler einen Auftragsbestand von 10,41 Mrd CHF auf (+4,0% gegenüber Ende 2016).

Vor allem in Amerika lief das Geschäft rund. Die Region - und dabei vor allem die USA - hätten beim Umsatz und den Bestellungen die grössten Wachstumsbeiträge geleistet, schreibt Schindler. Positiv entwickelt habe sich aber auch das Europa-Geschäft, wobei auch die meisten südeuropäischen Länder eine Erholung von tiefem Niveau aus gezeigt hätten.

Nicht ganz mithalten konnte Asien, wo Umsatz und Bestellungseingang stagnierten. Im chinesischen Markt, der weltweit mit Abstand wichtigsten Verkaufsregion für neue Lifte und Rolltreppen, verzeichnete Schindler immerhin ein Wachstum, was die Zahl der verkauften Einheiten betrifft. Der dortige Markt sei bezüglich verkaufter Stückzahlen und Preise nach wie vor unter Druck, wird betont.

SONDEREFFEKT BEIM REINGEWINN

Das operative Ergebnis (EBIT) entwickelte sich deutlich besser als der Umsatz, was mit der "erfolgreichen Umsetzung der Konzernstrategie" erklärt wird. Es nahm um knapp 11% auf 260 Mio CHF zu (+9,4% in LW), und die entsprechende Marge stieg auf 11,5% von 10,8%. Bereinigt um Restrukturierungskosten wäre die Marge laut den Angaben auf 11,7% von 11,0% gestiegen.

Beim Konzerngewinn hingegen verzeichnete der Innerschweizer Konzern einen leichten Rückgang von 1,6% auf 179 Mio CHF. Diese Entwicklung wird mit einem Einmaleffekt erklärt: So enthalte das Finanzergebnis einen vorläufigen Buchverlust von 16 Mio CHF auf der Umtauschanleihe des IT-Distributors Also; dieser werde sich bis im Juni mit Verfall der Anleihe ausgleichen. Bekanntlich baut Schindler seine frühe bedeutende Beteiligung am Unternehmen Also ab.

GESAMTMARKT STAGNIERT

Mit den Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten beim Bestellungseingang und EBIT leicht übertroffen, beim Umsatz und Reingewinn hingegen knapp verfehlt.

Für das gesamte laufende Jahr erwartet Schindler gemäss der Mitteilung nun nach wie vor ein Umsatzwachstum von 3% bis 5% in Lokalwährungen. Dieses Wachstum soll in einem stagnierenden Markt für Neuanlagen erzielt werden, heisst es weiter. Ein Ziel für den Konzerngewinn soll mit der Publikation der Halbjahreszahlen genannt werden.

rw/tp

(AWP)