Schmolz+Bickenbach mit Umsatzanstieg im zweiten Quartal - Guidance angehoben

Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat im zweiten Quartal 2017 bei einer gehaltenen Absatzmenge einen höheren Umsatz verzeichnet. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA und das Nettoergebnis legten gegenüber dem Vorjahreswert zu. Die Guidance für das Gesamtjahr wird angehoben.
11.08.2017 07:52

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 13% auf 699,8 Mio EUR, während der Absatz mit 470 Kilotonnen Stahl um eine Tonne tiefer ausfiel, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA verbesserte sich um 33% auf 69,6 Mio und der EBIT um 86% auf 36,0 Mio. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 10,0 Mio EUR nach 2,4 Mio im Vorjahr

Mit den Zahlen liegt der Stahlkonzern beim Umsatz unter den Erwartungen der Analysten, beim EBITDA darüber. Die Finanzexperten rechneten laut dem AWP-Konsens mit einem Umsatz von 716,0 Mio EUR und einem EBITDA von 65,1 Mio.

Der positive Grundtenor in der Spezialstahlindustrie habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt, heisst es in einem Kommentar von CEO Clemens Iller. Die bessere Performance beruhe aber nicht ausschliesslich auf einem freundlicheren Geschäftsumfeld. Die internen Verbesserungsinitiativen würden wirken.

Die Nettoverschuldung stieg saisonal bedingt an, schreibt das Unternehmen weiter. Sie stieg per Mitte 2017 auf 472,4 Mio EUR nach 469,8 Mio Ende März. Mitte 2016 waren es noch 454,0 Mio gewesen. Der Schuldenabbau werde in der zweiten Jahreshälfte weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, heisst es weiter.

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird angehoben. Neu rechnet das Management mit einem bereinigten EBITDA in einer Spanne von 200 bis 220 Mio EUR, nachdem zuvor eine Spanne von 160 bis 200 Mio genannt worden war. Bei der Publikation der Q1-Zahlen im Mai hatte S+B auf eine Guidance verzichtet.

yr/tp

(AWP)