Schmolz+Bickenbach mit Wachstum im dritten Quartal - Ausblick bestätigt

Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat im dritten Quartal 2017 von einem höheren Absatz und höheren Preisen profitiert. Umsatz und Betriebsergebnis wuren im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat der Konzern bestätigt.
09.11.2017 08:02

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquarttal um rund 14% auf 611,0 Mio EUR. Der Absatz verbesserte sich gleichzeitig um 3,6% auf 405 Kilotonnen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der bereinigte EBITDA lag mit 38,0 Mio EUR um rund 20% über dem Vorjahreswert. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte mit 4,5 Mio nach einem Verlust von 4,4 Mio im Vorjahr die Gewinnschwelle überschritten werden. Unter dem Strich verbleibt ein Verlust von 7,0 Mio, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 13,9 Mio EUR ausgewiesen worden war.

Mit den Zahlen hat der Stahlkonzern die durchschnittlichen Erwartungen der von AWP befragten Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, beim bereinigten EBITDA jedoch unterschritten. Die Experten hatten einen Umsatz von 605,8 Mio EUR vorhergesagt. Beim EBITDA waren sie von einem Wert von 40,7 Mio ausgegangen.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne stieg auf 1'509 EUR, verglichen mit 1'366 EUR im Vorjahresquartal und 1'489 EUR im Vorquartal. In den meisten Endmärkten und Regionen verzeichnete S+B eine robuste Nachfrage. Trotz der üblichen Saisonalität sei insbesondere in der europäischen Automobilindustrie eine starke Nachfrage verzeichnet worden. Demgegenüber würden Herausforderungen wie eine beschleunigte Kosteninflation für Elektroden oder feuerfeste Materialien bestehen, heisst es weiter.

Die Nettoverschuldung per Ende September sank auf 454,6 Mio EUR, nach 472,4 Mio per Ende Juni 2017. Per Ende 2016 hatte S+B Verbindlichkeiten von 420,0 Mio bilanziert.

Beim Blick nach vorne hält das Management des Konzerns an seiner bisherige Prognose fest. Der Stahlhersteller rechnet weiter damit, im Gesamtjahr beim bereinigten EBITDA eine Spanne von 200 bis 220 Mio EUR zu erzielen.

yr/cf

(AWP)

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