Schwache Stahlpreise setzen Thyssenkrupp zu - Dividende stagniert

ESSEN (awp international) - Die lange schwachen Stahlpreise haben den Industriekonzern Thyssenkrupp auf seinem Erholungskurs ausgebremst. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr rutschte der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) um zwölf Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Einsparungen von fast einer Milliarde Euro stabilisierten dabei das Ergebnis.
24.11.2016 07:02

Der Umsatz schmolz um 8 Prozent auf 39,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern 296 Millionen Euro, vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahlen lagen knapp im Rahmen der Erwartungen. Die Dividende will Thyssenkrupp mit 15 Cent pro Aktie allerdings nur stabil halten, Analysten hatten mit einer Erhöhung gerechnet.

Ursprünglich wollte der Konzern seinen operativen Gewinn auf bis zu 1,9 Milliarden Euro steigern. Wegen des heftigen Verfalls der Stahlpreise bis weit ins vergangene Geschäftsjahr hinein senkte das Management aber bereits im Mai seine Prognose auf nur noch gut 1,4 Milliarden Euro. Im neuen Geschäftsjahr strebt der Vorstand nun einen bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen von rund 1,7 Milliarden Euro an. Allein 850 Millionen Euro sollen dabei weitere Sparanstrengungen liefern./enl/fbr

(AWP)