Schwaches Pfund drückt Easyjet tief in die Verlustzone

Das schwache Pfund und die späten Osterferien haben den britischen Billigflieger Easyjet im Winter tief in die roten Zahlen fliegen lassen. Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März fiel der Verlust unter dem Strich mit 192 Millionen Pfund (226 Mio Euro) 13-mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, wie die Ryanair-Rivalin am Dienstag in Luton bei London mitteilte. Währungseffekte und die Tatsache, dass Ostern diesmal in den April und damit erst in das dritte Geschäftsquartal fällt, hätten das Ergebnis mit 127 Millionen Pfund belastet. Easyjet-Chefin Carolyn McCall berichtete zudem von einem deutlichen Verfall der Ticketpreise.
16.05.2017 08:55

Der Umsatz je Sitzplatz sank den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 4,9 Prozent. Dies habe Easyjet zwar durch Zusatzerlöse und eine bessere Auslastung der Jets auffangen können. Allerdings seien die Kosten rund um einen Sitzplatz durch den Wertverlust des britischen Pfunds nach dem Brexit-Votum ebenfalls um 4,9 Prozent gestiegen. Einsparungen etwa durch billigeres Kerosin sind in dieser Zahl schon enthalten.

Insgesamt wuchs der Umsatz aufgrund eines deutlich ausgeweiteten Flugangebots zwar um drei Prozent auf 1,8 Milliarden Pfund. Der operative Verlust vergrösserte sich von 17 Millionen auf 220 Millionen Pfund./stw/das/stb

(AWP)