Schweden stimmt Verkauf des Braunkohlegeschäfts von Vattenfall zu

Stockholm (awp/sda/reu) - Die rot-grüne schwedische Regierung dem Verkauf des kriselnden Braunkohlegeschäfts von Vattenfall in Deutschland an den tschechischen Versorger EPH zugestimmt.
02.07.2016 11:55

"Den Verkauf zu stoppen, um die Aktivitäten auslaufen zu lassen, wären unserem Urteil nach nicht vereinbar mit wirtschaftlichen Grundsätzen und demnach nicht vereinbar mit dem öffentlichen Auftrag durch das Parlament", sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Isabella Lovin von den Grünen der Zeitung "Dagens Nyheter" vom Samstag.

Der Verkauf gilt als Rückschlag für Lovins Umweltpartei, die sich für eine Stilllegung der Braunkohle-Aktivitäten des Staatskonzerns starkgemacht hatte.

Nach zähen Verhandlungen hatte Vattenfall im April mitgeteilt, für das Braunkohlegeschäft in Deutschland mit 7500 Beschäftigen sei eine Vereinbarung mit EPH und dem Finanzinvestor PPF getroffen worden.

Wegen des Verfalls der Strom-Grosshandelspreise war der Wert der Tagebaue und Kraftwerke zuletzt deutlich gesunken. Über die ausgehandelte Summe wurden keine Angaben gemacht. Der Deal des Staatskonzerns war abhängig von der Zustimmung der schwedischen Regierung.

(AWP)