Schweiz holt sich im KOF-Jugendarbeitsmarktindex Spitzenplatz zurück

Die Schweiz integriert ihre Jugendlichen schweizweit am Besten in den Arbeitsmarkt. Sie hat sich beim jüngsten KOF Jugendarbeitsmarktindex (YLMI) für 2017 den zwischenzeitlich an Dänemark verlorenen Spitzenrang zurückgeholt.
03.12.2019 12:10

Dänemark hatte sich 2014 mit Verbesserungen in der Ausbildung junger Erwachsener an der Schweiz vorbeigeschoben. In diesem Jahr konnte die Schweiz nun mit Verbesserungen beim Beschäftigungsstatus und bei der Leichtigkeit des Arbeitsmarkteintrittes den ersten Rang zurückerobern.

Insgesamt verbesserte sich damit bei dem Index auf einen Wert von 5,70 von 5,67 im Vorjahr. Dänemark fiel dagegen geringfügig von auf 5,69 von 5,71 zurück. Der Durchschnitt der EU-28-Mitglieder liegt bei 5,07, wie die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich am Dienstag mitteilte. 2016 lag er noch bei 4,98.

Verbesserungen in Osteuropa

Damit hat sich die Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt zwischen 2016 und 2017 europaweit gebessert. So verbesserte sich laut der Studie der Arbeitsmarktstatus in zehn Ländern. Dies weise darauf hin, dass junge Leute verstärkt in den Arbeitsmarkt integriert würden. Auch in der Dimension Bildungssystem gab es in einigen Ländern deutliche Verbesserungen, aber auf der anderen Seite verschlechterten sich dort auch einige Länder.

Insgesamt haben vor allem die osteuropäischen Länder wie Slowenien oder die tschechische Republik grosse Verbesserungen erzielt, wie die KOF festhält.

Der KOF YLMI untersucht mittels eines multidimensionalen Ansatzes die Arbeitsmarktsituation von Jugendlichen. Dabei ausschlaggebend sind insgesamt zwölf Indikatoren, die in die vier Kategorien Beschäftigungsstatus, Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Leichtigkeit des Arbeitsmarkteintrittes eingeteilt werden. Der Index deckt 193 Länder im Zeitraum von 1991 bis 2017 ab.

tt/uh

(AWP)