Schweiz ist laut Swissquote-CEO in der Fintech-Branche gut positioniert

Gland VD (awp/sda) - Die Schweiz ist gut positioniert, um in der Fintech-Branche eine führende Rolle zu übernehmen. Dieser Meinung ist Swissquote-Chef Marc Bürki. Dennoch sieht er bei der Digitalisierung des Finanzsektors Hindernisse, wie er in der Westschweizer Zeitung "Le Temps" sagt.
29.08.2016 13:00

Zum einen sei die fehlende EU-Zugehörigkeit ein Handicap. Zum anderen seien die Hürden für den Markteintritt von jungen Unternehmen hoch. Dies habe zwar berechtigte Gründe, dennoch seien die Reglemente im Finanzsektor zu sehr auf die "alten Institute" ausgerichtet und entsprechend ausgestaltet. Die Konkurrenz grosse Techfirmen wie Apple, Google oder Facebook dürfte aufgrund regulatorischer Hindernisse nicht allzu gross ausfallen.

Zwar habe die Finanzmarktaufsicht (Finma) auch schon von Revisionen gesprochen und von einer Bankenlizenz "light", welche beispielsweise an kleinere Volumen gebunden sei. "Doch wir sind noch sehr weit weg von dieser Realität", sagt Bürki. Immerhin habe es mit der Identifikation von Bankkunden per Internet Fortschritte gegeben.

Der Online-Broker Swissquote investiert rund 10 Mio CHF jährlich in die Entwicklung neuer Systeme und Technologien. Eine der Innovationen: Sie stellt den Kunden Roboter zur Verfügung. Bisher verwalten die Roboter aber nur einen kleinen Teil der Vermögen von Swissquote. Bürki beziffert sie im Interview auf etwa 100 Mio der insgesamt 16 Mrd.

mk

(AWP)