Schweizer Kantonalbanken mit mehr Gewinn im ersten Halbjahr 2017

(Meldung ausgebaut) - Die Schweizer Kantonalbanken haben im ersten Halbjahr 2017 mehr verdient als noch vor einem Jahr. Der Reingewinn der 24 Geldhäuser stieg um 9,3% auf 1,56 Mrd CHF. Sie sind ausserdem in allen Ertragskomponenten gewachsen.
11.09.2017 18:39

Der Geschäftsertrag legte um 4,6% auf 4,48 Mrd CHF zu, wie der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) am Montag mitteilte. Im Zinsengeschäft als Hauptertragsquelle der Kantonalbanken stieg der Netto-Erfolg um 2,1% auf 2,76 Mrd CHF.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultiert ein Anstieg um 5,7% auf 1,09 Mrd CHF. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg aufgrund des volatilen Marktumfelds um 11% auf 493,6 Mio CHF.

HÖHERE KOSTEN

Auf der anderen Seite stiegen die Kosten um 2,7% auf 2,4 Mrd CHF. Treiber der Kostenerhöhung seien insbesondere strategische Investitionen in zukünftige Geschäftsmodelle und die Digitalisierung des Kundengeschäfts gewesen, heisst es weiter.

Die Banken konnten auch ihr Geschäftsvolumen steigern. Die kumulierte Bilanzsumme aller Institute erhöhte sich um 1,9% auf 584,3 Mrd CHF.

Die Kundengelder nahmen um 1,7% auf 357,6 Mrd CHF zu und decken die Kundenausleihungen den Angaben zufolge zu knapp 87%. Der Bestand an Hypothekarforderungen stieg im ersten Semester um 1,9% auf 364,7 Mrd CHF.

Die Kantonalbanken sind laut Mitteilung zuversichtlich für das zweite Halbjahr und rechnen mit einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung. Die Mehrheit der Kantonalbanken erwartet Jahresabschlüsse leicht über oder auf dem Niveau des Vorjahres, wie der VSKB weiter schreibt.

(AWP)