SFPI verdient wegen geringerem Verkaufsergebnis weniger - Mietertrag aber höher

(Zusammenfassung) - Die Immobiliengesellschaft Swiss Finance & Property Investment (SFPI) hat im ersten Halbjahr 2017 trotz höherem Mietertrag unter dem Strich deutlich weniger verdient. Im Vorjahr hatte das an der SIX kotierte Unternehmen allerdings vom Verkauf von Eigentumswohnungen im Tessin profitiert. Für das Gesamtjahr zeigt man sich zuversichtlich, aber wie gewohnt wenig konkret.
29.08.2017 22:06

Der Liegenschaftenertrag nahm um 13% auf 10,8 Mio CHF zu. Geholfen hat der verringerte Leerstand. Die entsprechende Quote kam Firmenangaben vom Dienstag zufolge am Bilanzstichtag bei 4,5% zu liegen, nach 5,7% per Ende Juni 2016.

Die drei grössten Leerstände stammen aus Liegenschaften mit Büronutzung, wobei die Liegenschaft an der Klausstrasse im Zürcher Seefeld weiter heraussticht. Zudem hat SFPI zugekauft. Seit Mai ist ein Wohnhaus an der Zürcher Universitätsstrasse in den Zahlen enthalten und seit Juni zwei Liegenschaften (Wohnen und Geschäft) in Basel.

WENIGER VERKAUFT

Der Gesamtertrag schrumpfte jedoch auf 12,2 Mio von 32,1 Mio im Vorjahreszeitraum zusammen. Damals hatte vor allem der Verkauf von Eigentumswohnungen des Projekts Parco d'Oro in Ascona Schub gegeben. Zudem schlug im Vorjahr der Verkauf einer Liegenschaft in Winterthur mit einem Ertrag von 5,6 Mio zu Buche. Seit Jahresbeginn 2017 hat SFPI nichts verkauft.

In der Folge fiel das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT auf 12,8 Mio von 21,7 Mio zurück und der Reingewinn auf 8,6 Mio von 13,0 Mio. Enthalten ist ein 17% höherer Neubewertungserfolg von 6,0 Mio.

ZUVERSICHTLICH FÜR ZWEITES SEMESTER

Für das zweite Semester zeigt man sich sehr zuversichtlich. Das Portfolio werde durch gezielte Zu- und Verkäufe in den Wirtschaftszentren Zürich und Basel weiter optimiert. Dies beinhalte sowohl die Weiterführung der Arrondierungsstrategie am Badischen Bahnhof in Basel, die Integration des im Juli 2017 erworbenen Industrieareals in Münchenstein-Arlesheim und die Vermietung der verbleibenden Büroflächen an der Zürcher Klausstrasse und am Picassoplatz in Basel.

An der Börse reagierte die wenig liquide Aktie kaum, was auch nicht gross verwundert: Die wichtigsten Finanzkennzahlen wurden bereits vor wenigen Tagen veröffentlicht. Am Dienstag ging die Aktie mit -0,5% bei 95,55 CHF auf dem Handel. Der am SPI gemessene Gesamtmarkt verlor derweil aufgrund der geopolitischen Unsicherheit um Nordkorea mit -0,7% relativ deutlich.

cp/yr

(AWP)