SFS steigert 2016 Reingewinn und bezahlt eine deutlich höhere Dividende

(Mit weiteren Angaben insbesondere zu den Sparten ergänzt) - Der Metallverarbeiter SFS hat im Geschäftsjahr 2016 deutlich mehr verdient, und die Aktionäre sollen in der Folge in den Genuss einer markant höheren Dividende kommen. Für das laufende Jahr wird ein deutliches Umsatzplus angepeilt, wobei das Rentabilitätsniveau mindestens gehalten werden soll.
10.03.2017 08:50

Das SFS-Management ist mit dem Geschäftsjahr 2016 zufrieden. Neben dem "soliden organischen Wachstum" sei eine "markante Steigerung der Profitabilität" gelungen, teilt die Ostschweizer Gesellschaft am Freitag mit. Dies zeigt sich unter anderem beim Reingewinn, der um gut 16% auf 122,2 Mio CHF zunahm. Dieses Plus enthalte jedoch auch Effekte aus Gebäudeverkäufen, wird zugleich eingeräumt.

Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 1,75 CHF (VJ 1,50 CHF) erhalten, was mit der verbesserten Ertragskraft und der soliden Bilanz begründet wird. Das ist eine positive Überraschung: Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) nur mit einer Anhebung auf 1,62 CHF pro Titel gerechnet. Auch die Prognosen für den Reingewinn wurden leicht übertroffen.

ZAHLEN BESTÄTIGT

Die anderen Eckwerte der Erfolgsrechnung waren seit Januar mehr oder weniger bekannt und werden nun bestätigt. So nahm der Bruttoumsatz um 4,4% auf 1,44 Mrd CHF zu und erreichte damit eine neue Höchstmarke. Das operative Ergebnis auf Stufe EBITA (bereinigt) verbesserte sich derweil um knapp 21% auf 207,3 Mio CHF und die entsprechende Marge auf 14,4% von 12,5%.

Somit sei es 2016 gelungen, das vor dem Frankenschock gezeigte Profitabilitätsniveau zu übertreffen, schreibt das Unternehmen weiter. Dies habe mehrere Gründe. Genannt werden Verkaufserfolge mit innovativen Produkten, eine bessere Auslastung der Fabriken sowie die Wirksamkeit der ergriffenen Massnahmen nach der Aufwertung des Schweizer Frankens.

Alle drei Sparten trugen zur Verbesserung der Rentabilität bei. "Engineered Components", die auf Umformung von Metallen unter hohem Druck (Kaltmassivumformung) spezialisiert ist und die mehr als die Hälfte zum Umsatz beisteuert (768,1 Mio), weist eine EBITA-Marge von 21,2% nach 17,7% aus.

"Fastening Systems" (Befestigungssysteme; Umsatz: 355,6 Mio) steigerte sie auf 9,0% von 6,8%, womit "ein grosser Schritt zur mittelfristigen Zielsetzung von 10%" gemacht worden sei. Die dritte Sparte "Distribution&Logistics (SFS Unimarket; Umsatz 312,8 Mio) weist 8,5% nach 6,0% aus; dieser Anstieg sei jedoch zur Hälfte die Folge von Buchgewinnen aus dem Verkauf nicht-betrieblicher Aktiven, heisst es dazu.

DEUTLICHES UMSATZPLUS ANGEPEILT

Für das laufende Jahr rechnet SFS unter der Annahme unveränderter Wechselkurse mit einer Steigerung des konsolidierten Umsatzes von 8% bis 10% sowie einer bereinigten EBITA-Marge von 14,2% bis 15,2%.

Einen schönen Teil zum angepeilten Wachstums dürfte die per Ende November 2016 übernommene US-Firma Tegra beisteuern, deren Jahresumsatz bei der Ankündigung der Akquisition auf rund 80 Mio USD beziffert wurde. Ausserdem hiess es damals, dass sich Tegra auf einem mit SFS vergleichbaren Profitabilitätsniveau bewege.

rw/ra

(AWP)