SFS steigert Profitabilität deutlich - organischer Umsatz stabil

(Meldung um weitere Details ergänzt)
22.07.2016 09:40

Heerbrugg (awp) - Die SFS Group hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahr 2016 einen höheren Umsatz erwirtschaftet und die Profitabilität deutlich gesteigert. Wachstum in margenstärkeren Segmenten und der Wegfall von Sondereffekten und Abschreibungen aufgrund der Fankenstärke im Vorjahr haben das Ergebnis verbessert.

Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7% auf 688,8 Mio CHF, wie der Metallverarbeiter am Freitag meldet. Organisch wurde eine stabile Entwicklung verbucht. Das Plus sei vor allem auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis (+0,7%) und positive Währungseffekte (+2,1%) zurückzuführen.

Demgegenüber verbesserte sich das Ergebnis deutlich. Der EBITA stieg im Jahresvergleich um rund 33% auf 93,3 Mio und erreichte damit eine Marge von 13,6% (VJ 10,6%). Unter dem Strich resultierte ein um 48% höherer Reingewinn von 47,1 Mio.

Mit dem Semesterausweis hat SFS die Markterwartungen beim Umsatz und EBITA übertroffen, beim Reingewinn jedoch knapp verfehlt.

Als Gründe für die gestiegene Profitabilität nennt SFS das deutlich überdurchschnittliche Wachstum der Geschäftsaktivitäten mit hoher Wertschöpfung, das kontinuierliche Upgrade der Produkteportfolios oder die Umsetzung von Verbesserungsprogrammen. Einen positiven Einfluss hatten auch die wieder leicht verbesserte Währungsrelationen. Im Vorjahr hatte SFS aufgrund der Frankenstärke negative Einmaleffekte verbuchen müssen, wie etwa Abschreibungen auf Lagerbestände.

RÜCKGANG BEI ENGINEERED COMPONENTS

Die Entwicklung der einzelnen Segmente und Divisionen war jedoch stark unterschiedlich. Während die beiden Segmente Fastening Systems (+10,0%) und Distribution & Logistics (+0,8%) bei vergleichbaren Bedingungen gewachsen sind, nahm der Umsatz des Segments Engineered Components um 5,1% ab.

Nominal betrug das Umsatzminus bei Engineered Components 0,7% auf 355,6 Mio CHF. Dies sei auf den Rückgang bei der Division Electronics zurückzuführen, welche eine rückläufige Nachfrage nach Festplatten-Laufwerken, negative Effekte durch Produktlebenszyklen bei wichtigen Kundenprodukten und einen beschleunigten Auslauf bei den Handelsprodukten belastet war. Die Divisionen Automotive und Industrial hätten das gute Momentum hingegen fortgesetzt. Insgesamt verbesserte aber auch Engineered Components die EBITA-Marge markant auf 19,9% von 15,4%.

Fastening Systems steigerte den Umsatz um rund 12% auf 176,7 Mio CHF. Das Wachstum sei dabei nach Produkten und Regionen zunehmend breiter abgestützt gewesen, schreibt das Unternehmen. Die EBITA-Marge stieg auf 8,6% (VJ 5,4%).

Distribution & Logistics steigerte den Umsatz um 1,3% auf 156,5 Mio CHF. Das Umfeld für das fast ausschliesslich auf Schweizer Kunden ausgerichteten Segments sei weiter anspruchsvoll, heisst es. Der starke Franken sei bei der Nachfrage der industriellen Kunden noch immer spürbar. Auch hier stieg die EBITA-Marge auf 8,0% von 5,0%.

UMSATZ AM UNTEREN, EBITA-MARGE AM OBEREN ENDE DER GUIDANCE

Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 rechnet die SFS Group mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der in Aussicht gestellten Bandbreite von 2-4%. Demgegenüber soll die EBITA-Marge am oberen Ende der Bandbreite von 13-14% zu liegen kommen und damit eine deutliche Verbesserung zum Wert des Vorjahres von 12,5% erreichen.

yr/cp

(AWP)