SGKB plant Kapitalerhöhung von nominal 29,4 Mio Fr. - Kanton behält Mehrheit

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) will weiter wachsen und gelangt dazu an die Aktionäre für mehr Kapital. Der Kanton als Mehrheitsaktionär nimmt an der Kapitalerhöhung zwar nicht teil, behält aber trotzdem knapp eine Mehrheit.
23.08.2018 18:19

Wie die SGKB am Donnerstagabend mitteilte, soll das Kapital im Umfang von nominal 29,4 Millionen Franken erhöht werden. Dazu werden zusätzliche Aktien mit Bezugsrecht der bisherigen Aktionäre ausgegeben.

Man strebe ein "nachhaltiges und gesundes Wachstum" an; um die damit einhergehenden Eigenmittelanforderungen zu erfüllen und den strategischen Handlungsspielraum zu wahren, stärke man die Eigenkapitalbasis weiter, begründet die Bank den Schritt. Investiert werden soll etwa in digitale Angebote und Niederlassungen vor Ort, zudem will die Bank neue Stellen in der Kundenberatung schaffen.

Kanton bleibt Mehrheitsaktionär

Der Kanton St. Gallen, der aktuell eine Mehrheit von 54,8 Prozent an der Bank hält, wird an der Kapitalerhöhung nicht teilnehmen, so dass sich der Anteil auf 51 Prozent und damit den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanteil verringern wird. Die Kapitalerhöhung werde vollständig durch private und institutionelle Anleger finanziert, schreibt die SGKB in ihrer Mitteilung.

Die SGKB sei aktuell mit einer Kernkapitalquote (hartes Kernkapital) von 14,2 Prozent und einer Gesamtkapitalquote von 16,4 Prozent (per 30.6.2018) gut kapitalisiert. Mittelfristig dürften die regulatorischen Eigenmittelanforderungen weiter steigen, glaubt die Bank.

Vor diesem Hintergrund sei bereits im November 2017 nachrangiges Kapital in Form einer Additional Tier 1- und einer Tier 2-Anleihe aufgenommen worden. Mit der geplanten Kapitalerhöhung würden die entsprechenden Quoten nun auf rund 15,4 bzw. rund 17,5 Prozent steigen.

Die Kapitalerhöhung wird laut Mitteilung an der Generalversammlung vom 24. April 2019 traktandiert.

uh/mk

(AWP)