SGKB steigert Gewinnzahlen 2016 klar - Unveränderte Dividende

(Meldung durchgehend ergänzt) - Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 zwar leicht geringere Erträge erzielt, die Gewinnzahlen aber klar verbessert. Auch bei den Ausleihungen und den verwalteten Vermögen hat das Staatsinstitut zugelegt. Die Aktionäre sollen ein weiteres Jahr in Folge eine unveränderte Dividende von 15 CHF je Aktie erhalten. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 erwartet die SGKB ein gehaltenes Ergebnis.
16.02.2017 08:50

Der Reingewinn für 2016 lag mit 146,0 Mio CHF um 9,5% über dem Vorjahreswert, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresergebnis zu entnehmen ist. Der Geschäftserfolg, der das betriebliche Ergebnis widerspiegelt, erhöhte sich 2016 gar um 32% auf 186,5 Mio CHF. Allerdings war der Gewinn 2015 noch von diversen Sondereffekten beeinflusst gewesen. Vor allem der Abschluss des US-Steuerprogramms hatte damals die Ergebnisse deutlich belastet.

POSITIVES ZINSENGESCHÄFT

Der Betriebsertrag verringerte sich im vergangenen Jahr insgesamt leicht auf 448,5 Mio CHF (-0,5%). In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, konnte die Kantonalbank allerdings zulegen: Dank einem höheren Bruttoerfolg und dank der Auflösung von Wertberichtigungen für Kredit-Ausfallrisiken erwirtschaftete das Staatinstitut einen um 5,9% höheren Netto-Zinserfolg von 310,6 Mio CHF. Angesichts der guten Entwicklung der regionalen Wirtschaft seien die "Frühwarnindikatoren" im Kreditportfolio unverändert positiv, betont die Bank.

Dagegen musste die SGKB im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft einen deutlichen Rückgang des Erfolgs um 7,2% auf 101,8 Mio CHF hinnehmen. Ausschlaggebend dafür sei die anhaltende Zurückhaltung der Anleger gewesen, die mit Investitionen abwarteten und stattdessen hohe Bestände in Liquidität hielten. Im Handelsgeschäft resultierte ebenfalls ein klarer Rückgang (-18% auf 30,6 Mio CHF). Im Jahr 2015 hatte noch die Aufhebung der Euro-Untergrenze des Frankens zu einem starken Devisenhandel geführt.

GESUNKENER AUFWAND

Geringer fiel der Geschäftsaufwand, der mit 246,0 Mio CHF um 4,6% zurückging. Bei einem leicht tieferen Mitarbeiterbestand ging der Personalaufwand um 2% zurück. Der Sachaufwand sank um rund 9%, im Jahr 2015 hatten aber noch Verfahrenskosten des US-Programms, Kosten für die Strategieumsetzung und für die Integration der Vadian Bank das Ergebnis belastet.

Mit dem Resultat konnte die SGKB die Erwartungen der Analysten übertreffen. So hatten die Experten im Schnitt (AWP-Konsens) geringere Erträge (440 Mio) und einen höheren Aufwand (270 Mio) erwartet. Auch der Konzerngewinn war mit 141 Mio geringer prognostiziert worden.

STEIGENDES HYPOTHEKENGESCHÄFT

Die Kundenausleihungen konnte die Bank im vergangenen Jahr um 2,8% auf 24,9 Mrd CHF steigern. Dabei resultierte bei den Hypothekarforderungen ein Wachstum von 3,3%. Die von der SGKB verwalteten Vermögen beliefen sich Ende Jahr auf 38,3 Mrd CHF verglichen mit 36,2 Mrd im Vorjahr.

Der Neugeldzufluss bei den verwalteten Vermögen betrug 1,6 Mrd CHF. Damit sei die Bank auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die vergangenen zweieinhalb Jahre seien von einer bewussten Reduzierung im Zusammenhang mit dem "weitgehenden Ausstieg" aus dem grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft und von einer Durchsetzung der Steuertransparenz der ausländischen Kunden geprägt gewesen, betont die SGKB.

SOLIDES 2017 ERWARTET

Für das neue Jahr 2017 erwartet die SGKB ein "solide verlaufendes" operatives Geschäft. Der Konzerngewinn werde deshalb im Rahmen des ausgewiesenen Ergebnisses 2016 erwartet, heisst es in der Mitteilung.

tp/ys

(AWP)