SGS wächst 2016 weniger profitabel - Dividende erhöht

(Mit weiteren Angaben - insbesondere zu den Geschäftsbereichen - ergänzt) - Der Inspektions- und Warenprüfkonzern SGS ist 2016 gewachsen, musste aber einen Rückgang der operativen Marge hinnehmen. Mit Blick auf die bis 2020 gesetzten Zielsetzungen sieht sich die Gruppe aber weiterhin auf Kurs und die Aktionäre kommen in den Genuss einer erhöhten Dividende.
23.01.2017 08:51

Den Gruppenumsatz nahm in der Berichtsperiode um 4,8% auf 5,99 Mrd CHF zu, wie SGS am Montag mitteilte. Analysten hatten nur unwesentlich mehr erwartet.

In Lokalwährungen wuchs der Konzern um 6,0%, davon waren 2,5% rein organisches Wachstum und 3,5% auf Akquisitionen zurückzuführen. Im Verlauf des Jahres hat SGS 19 Firmen erworben, die 203 Mio zum Umsatz beisteuerten.

OPERATIVE MARGE SINKT - DIVIDENDE ERHÖHT

Das operative Ergebnis kletterte auf Stufe EBITDA um Sonderfaktoren bereinigt nur leicht um 0,6% auf 1,20 Mrd CHF (+2,5% in LW). Zu den Sonderfaktoren zählt SGS Goodwill-Abschreibungen, Restrukturierungs- sowie Integrationskosten.

Der bereinigte EBIT erhöhte sich ebenfalls nur leicht um 0,2% auf 919 Mio (+2,4%), wobei die entsprechende Marge auf 15,4% von zuvor 16,1% sank. Den bereinigten EBIT hatten Analysten bei 930 Mio erwartet.

Rechnet man die Sonderfaktoren in die Rechnung mit ein, dann ergibt sich ein EBIT von 816 Mio CHF (-0,7%; +2,6% in LW). Unter dem Strich resultierte demnach ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 543 Mio, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 1,1% (+3,0% in LW) entspricht.

Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer höheren Dividende von 70 CHF vor nach zuvor 68 CHF. Ausserdem plant SGS mit einem Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 250 Mio CHF, deren Details zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden sollen, heisst es weiter.

ENERGIEMÄRKTE BLEIBEN SCHWACH

Die Bereiche, welche nicht dem Energiesektor zuzuordnen sind, hätten mit einem organischen Wachstum von 6,2% gut performt, so die Mitteilung. Sie machen nun bereits beinahe drei Viertel des Gruppenumsatzes aus.

Die Dienstleistungen des Segments Environment, Health & Safety legten beispielsweise beim Umsatz um 24% zu. Rein organisch wuchs das Segment um 6,9%. Zweistellig ist SGS auch im Segment Transportation gewachsen (+13%; +7,9% in LW) und bei Government & Institutions stieg der Umsatz um 10%.

Demgegenüber bleibe das Marktumfeld im Energiesektor mit den nach wie vor tiefen Ölnotierungen und der weltweit schwachen Nachfrage nach Mineralien von grossen Herausforderungen geprägt. SGS hat eine Reihe von Massnahmen eingeleitet, um die Profitabilität bei Oil, Gas & Chemicals sowie Minerals zu verbessern und dafür Investitionen in Höhe von 48,8 Mio CHF (VJ 39,8 Mio) getätigt.

WEITERES WACHSTUM ERWARTET

Man habe das Jahr 2016 "solide" abgeschlossen und liege mit Blick auf den Strategieplan 2020 auf Kurs, schreibt SGS weiter. Demnach will der Konzern die operative Marge auf über 18% steigern und jährlich organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Zudem will SGS weitere, kleinere und das Geschäft ergänzende Akquisitionen tätigen.

Das laufende Jahr 2017 soll laut Mitteilung ein solides organisches Wachstum liefern. Gleichzeitig will SGS die bereinigte operative Marge in Lokalwährungen steigern und einen "soliden" Cashflow erwirtschaften.

mk/yr

(AWP)