SHL: Gericht anerkennt Forderungen gegenüber Shanghai Jiuchuan

SHL Telemedicine hat bezüglich seiner Forderungen im Zusammenhang mit der gescheiterten Fusion mit Shanghai Jiuchuan Investment Rückendeckung erhalten. Das Amtsgericht in Tel Aviv habe zugunsten von SHL entscheiden, teilte das an der SIX kotierte israelische Unternehmen am Dienstag mit.
20.06.2017 07:57

Das Gericht habe entschieden, dass die vorab vereinbarte Entschädigung bei Vertragsverletzung in Höhe von 43,8 Mio NIS (rund 12 Mio CHF), das sind 10% der Fusionszahlung, vollständig an SHL auszuzahlen sei. Zu zahlen seien auch Zinsen, Anwaltsgebühren und sonstige Ausgaben, heisst es weiter.

Ferner habe das Gericht angeordnet, dass die in Israel hinterlegten Mittel in Höhe von etwa 3,5 Mio USD innerhalb von sieben Tagen an SHL ausbezahlt und vom Gesamtbetrag abgezogen werden, schreibt SHL. Der Beklagte - Shanghai Jiuchuan Investment - könne die Entscheidung beim Obersten israelischen Gericht innerhalb von 45 Tagen anfechten.

Im Juli 2015 hatte SHL mit dem chinesischen Unternehmen einen Fusionsvertrag unterzeichnet. Der Zusammenschluss hätte bis Oktober vollzogen werden sollen, verzögerte sich dann aber auf Seiten von Shanghai Jiuchuan, worauf SHL der chinesischen Gesellschaft ein Ultimatum bis Ende Dezember stellte, das aber unerfüllt verstrich. Daraufhin wurde die Übernahme abgeblasen.

sig/ra

(AWP)