SHL-GV spricht sich gegen Kandidaten als externe Verwaltungsräte aus

Die Aktionäre von SHL Telemedicine haben an der Generalversammlung in Tel Aviv am Donnerstag für keinen der als externe bzw. unabhängige Verwaltungsräte nominierten Kandidaten gestimmt. Dies teilte das israelische Medtech-Unternehmen am Freitag mit.
12.05.2017 08:50

Für diese Wahl gibt es unter israelischem Recht zwei Bedingungen, wie ein Sprecher gegenüber AWP erläuterte. Die erste sei eine Mehrheit der Aktionäre im Saal und die zweite eine Mehrheit unter Ausschluss der kontrollierenden Aktionäre. Ein einziger externer Kandidat erreichte die erste Mehrheit, scheiterte aber an der zweiten.

Gemäss israelischem Recht sei eine Aktiengesellschaft verpflichtet, zwei externe Verwaltungsräte zu ernennen, heisst es vom Unternehmen. Im April hatte SHL dafür vier Kandidaten vorgeschlagen und zwar Yehoshua Abramovich, Devorah Kimhi, Gil Sharon und Xuequan Qian. Denn Anfang desselben Monats war bekanntgeworden, dass die bisherigen unabhängigen Mitglieder, Ruth Ben Yakar und Ronen Harel, mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten waren.

Nun müssten solche so bald wie möglich in einer ausserordentlichen Generalversammlung bestimmt werden, hiess es am Freitag in der Mitteilung weiter. Als Verwaltungsräte wurden am Donnerstag indes Yi He, Amir Lerman und Elon Shalev wiedergewählt, sowie Cailong Su, Xuewen Wu und Shenlu Xu neu gewählt. Erez Alroy beendete dagegen seine Amtszeit als Mitglied des Gremiums.

Allen weiteren Traktanden sei zugestimmt worden, so SHL.

Seit April sind bei der Gesellschaft die damals vakanten Posten des CEO (Yoav Rubinstein) und CFO (Yoav Rubinstein) ad interim besetzt. Mit den verschiedenen Wechseln der jüngsten Zeit im Verwaltungsrat und im Management verzögert sich zudem die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016. SHL hat dafür unter Vorbehalt bis Ende Juli Aufschub von der SIX erhalten.

ys/cf

(AWP)