SHL und SIX einigen sich bezüglich Jahresabschluss 2015

SHL Telemedicine und die SIX Exchange Regulation haben sich im Zusammenhang mit einem Verstoss beim Jahresabschluss 2015 geeinigt. Laut der SIX-Behörde verstiess die Firma dabei gegen Rechnungslegungsvorschriften, wobei sich die Mängel auf die Umsatzerfassung, Offenlegungen für leistungsabhängige Verträge und die Aufwandserfassung bezogen.
31.07.2017 08:30

Die Gesellschaft muss nun laut den Angaben die Fehler im Jahresabschluss 2016 korrigieren, die Angaben im Anhang anpassen sowie 15'000 CHF an die IFRS-Foundation zahlen. Die Untersuchung der SIX-Behörde sei damit auch beendet, was den Halbjahresabschluss 2016 betreffe, heisst es weiter.

Konkret habe SHL Informationen nicht angemessen berücksichtigt, dass Umsatzerlöse aus einem bestimmten Vertrag für 2013 und 2014 zu hoch waren. Zudem seien Umsatzerlöse in den falschen Jahren verbucht worden.

In Zahlen hätte 2015 unter dem Strich nur ein Fehlbetrag von 14,9 Mio USD statt der ausgewiesenen 16,6 Mio USD resultiert, schreibt die SIX weiter. Der Verlust je Aktie sei bei 1,42 statt 1,59 USD zu liegen gekommen.

SHL wird den Jahresabschluss 2016 laut eigenen Angaben am (heutigen) Montag nach Börsenschluss veröffentlichen. Die SIX hatte dem Unternehmen dafür eine Frist bis Ende Juli eingeräumt. Vor gut einer Woche hatte die Gesellschaft bereits mitgeteilt, dass einige einmalige Effekte das Jahresergebnis 2016 voraussichtlich beeinflussen würden.

rw/ys

(AWP)