SHL verschiebt aoGV auf Antrag von Grossaktionären auf den 10. Dezember

Die an der Schweizer Börse kotierte, israelische SHL Telemedicine hat ihre für den 18. Oktober angesagte ausserordentliche Generalversammlung auf den 10. Dezember 2018 verschoben. Dies sei auf Wunsch seiner drei Grossaktionäre Alroy-Gruppe (23,05% Aktien), Mengke Cai (29,85%) und Kun Shen (25,02%) geschehen, teilte SHL am Montag mit.
15.10.2018 07:51

Der Stichtag wurde dabei auf den 3. Dezember festgelegt. Eine aktualisierte Mitteilung an die Aktionäre und die Stimmzettel würden spätestens am 6. November 2018 veröffentlicht, heisst es.

Hintergrund dürfte ein Entscheid der Finma von vergangener Woche sein. Diese hatte eine Stimmrechtssupendierung gegen die chinesischen SHL-Grossaktionäre (Mengke Cai, Kun Shen) vorerst aufgehoben. Dies war insofern relevant, als die dritte grosse Aktionärsgruppe (Alroy) an der ausserordentlichen Generalversammlung eigene Verwaltungsratsmitglieder wählen wollte, was ihnen mit dem Finma-Entscheid aber verunmöglicht wurde.

UEK hatte Stimmrechte suspendiert

Die Stimmrechte der Chinesen suspendiert hatte Anfang September die Übernahmekommission (UEK). Dies, weil die chinesischen Aktionäre nicht wie gefordert ein Pflichtangebot eingereicht hatten. Dieses war bereits im August 2017 verfügt worden. Und zwar sollten die chinesischen Investoren mindestens 8,70 Franken je SHL-Anteil bieten.

Zuvor hatten diese bereits seit 2016 Schritt für Schritt ihren Einfluss über die an der Schweizer Börse SIX kotierte SHL ausgebaut. Sie wehrten sich aber gegen den Vorwurf, als kontrollierende Aktionäre des Unternehmens zu agieren. Auf einen Antrag und eine Anzeige der israelischen Aktionäre um Firmengründer Yoram Alroy hatte dann die UEK eine Untersuchung eingeleitet.

uh/kw

(AWP)