Siemens-Chef: Medizintechnik-Börsengang soll anders laufen als bei Osram

Die Siemens -Führung hält sich die Details seiner Börsenpläne für die Medizintechnik-Sparte weiter offen. Konzernchef Joe Kaeser bat die Aktionäre am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München um Verständnis, dass man sich noch nicht zu Zeitpunkt und Umfang äussern wolle. Zugleich betonte er, dass die Börsenpläne für die Medizintechnik einen anderen Verlauf nehmen sollen als im Falle von Osram .
01.02.2017 14:02

Die ehemalige Licht-Tochter war nicht über einen klassischen Börsengang in die Selbstständigkeit gestartet, vielmehr bekamen die Aktionäre für je 10 Siemens-Aktien ein Papier von Osram ins Depot gebucht. Siemens ist mittlerweile noch mit 17,5 Prozent an Osram beteiligt.

Die Medizintechnik hingegen solle bei Siemens gestärkt werden, sagte Kaeser. Das Unternehmen hatte die Börsenpläne für die ertragreiche Sparte zur Bilanz-Pressekonferenz im November angekündigt und will sie damit für den hohen Investitionsbedarf wappnen. Auch Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas hatte bereits erklärt, dass das Geschäft auch künftig "unter dem Dach von Siemens" bleiben solle./csc/DP/fbr

(AWP)