Siemens dementiert Bericht über Abbau von 20 000 Stellen

Der Industriekonzern Siemens hat einen Pressebericht dementiert, laut dem im Rahmen der neuen Konzernstrategie in sämtlichen zentralen Funktionen weltweit 20 000 Stellen überflüssig werden könnten. Der Bericht entbehre jeglicher Grundlage, erklärte Siemens am Freitag in München. Das "Manager Magazin" hatte am Vortag darüber berichtet und sich auf Aussagen des Siemens-Chefs Joe Kaeser auf einer Roadshow gegenüber mehreren Investoren berufen. Die Zahl sei nicht nachzuvollziehen, so Siemens. Entsprechende Äusserungen habe es in dieser Form nicht gegeben.
24.08.2018 11:11

Kaeser hatte Anfang August angekündigt, Sparten zusammenzulegen und sich künftig auf drei operative Bereiche mit Schwerpunkt auf die Digitalisierung konzentrieren zu wollen. Den einzelnen Geschäften soll künftig deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der Marke Siemens gegeben werden, bislang zentrale Aufgaben würden an die Einheiten zurück verlagert. Die Zentrale selbst soll sich künftig auf Kernaufgaben wie Finanzen, Recht, Personalwesen und Kommunikation beschränken. Ob es im Zuge des Umbaus zu einem Stellenabbau kommt, liess Kaeser damals offen. Er sprach aber davon, dass es sich um ein "Wachstums-, nicht um ein Kostensenkungsprogramm" handele. Die Details zur Umsetzung müssen ebenfalls noch geklärt werden.

Mit den Plänen sollen mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriegeschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen, bekräftigte Siemens. Darüber hinaus soll in Unterstützungsfunktionen die Effizienz in den nächsten Jahren um mehr als 20 Prozent gesteigert werden.

Die neuen Sparten arbeiteten derzeit an konkreten Details, hiess es nun. Siemens bekräftigte zudem, es sei kein zentral initiiertes und konzernweites Kostensenkungsprogramm vorgesehen. Allein in der neu geschaffenen Geschäftseinheit rund um "IoT Integration Services" wolle der Konzern bis 2025 rund 10.000 Mitarbeiter einstellen./nas/tav

(AWP)

 
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