Siemens will in Tübingen mehr als die Hälfte der Jobs kappen

Der Elektrokonzern Siemens will an seinem Standort in Tübingen mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze kappen. Das Getriebemotorengeschäft schreibe seit längerem deutliche Verluste, hiess es am Donnerstag zur Begründung. Der Bereich habe mit Grössennachteilen gegenüber Wettbewerbern wie etwa SEW Eurodrive in Bruchsal zu kämpfen. Die Zahl der Mitarbeiter soll deshalb bis Frühjahr 2020 von 580 auf 250 reduziert werden.
16.02.2017 10:39

Das Getriebemotorengeschäft in Tübingen gehört eigentlich zur zukunftsträchtigen Sparte Digitale Fabrik von Siemens, kämpft aber bereits seit Jahren mit roten Zahlen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft, hiess es vom Unternehmen. Der Standort in Tübingen werde nicht geschlossen, betonte ein Siemens-Sprecher.

Das Unternehmen hatte seine Mitarbeiter am Donnerstag über den geplanten Stellenabbau informiert und will nun Sozialplan und Interessensausgleich mit den Arbeitnehmern aushandeln./ang/DP/stb

(AWP)