Sika-Aktien sind gesucht - Analysten zeigen sich beeindruckt

Die Sika-Aktien bleiben zum Wochenschluss weiter gefragt. Die Zuger Bauchemie- und Klebstoffherstellerin setzt ihren Erfolgskurs fort und präsentiert für 2016 erneut ein Rekordergebnis. Die Analysten zeigen sich begeistert. Gelobt werden neben der operativen Performance insbesondere die kräftige Dividendenerhöhung sowie die neuen firmeneigenen Zielsetzungen.
24.02.2017 09:26

Um 9.15 Uhr notieren Sika Inhaber 0,5% höher auf 5'480 CHF, mit 5'490 CHF wurde zum Handelsstart gar eine neue Rekordmarke erreicht. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht zur Berichtszeit mit 0,2% im Minus.

Die Analysten zeigen sich in ihren ersten Reaktionen zum Teil richtig euphorisch über die Performance von Sika. "Herausragendes Ergebnis", titelt beispielsweise BaaderHelvea. Die präsentierten Zahlen für 2016 bestätigen die positive Sicht auf den Bauchchemiekonzern. Für Vontobel feuert Sika "aus allen Rohren". Und auch die ZKB sieht ein weiteres überzeugendes Ergebnis.

Auf sehr gute Resonanz am Markt stossen neben der operativen Leistung im abgelaufenen Jahr vor allem auch die stark erhöhte Dividende sowie die ambitiösen neuen Zielsetzungen des Managements.

Wie der für Bernstein tätige Analyst schreibt, war das vergangene Jahr einmal mehr von einem starken Wachstum und steigenden Margen geprägt. Sika übertreffe die eigenen Zielsetzungen in konsequenter Weise, ergänzt er. Die angehobenen Mittelfristziele deuten seines Erachtens darauf hin, dass die Margen weiterhin steigen werden. Sichtlich Gefallen findet der Experte auch an der deutlichen Dividendenerhöhung sowie an der substanziellen Verbesserung beim freien Cash Flow.

Auch aus Sicht seines Berufskollegen von der UBS ist neben den ambitionierten neuen firmeneigenen Zielsetzungen die grosszügige Dividende der eigentliche Lichtblick. Er selber hatte gerademal mit einer Ausschüttung von 86 CHF je Inhaberaktie (effektiv 102 CHF) gerechnet. Aufgrund der bereits recht hohen Konsenserwartungen geht der Experte trotz neuen Mittelfristzielen nur noch von leicht steigenden Umsatz- und Gewinnschätzungen aus.

Für die Experten der ZKB und der Bank Vontobel kommt die Erhöhung der Mittelfristziele nicht überraschend. Nachdem das obere Ende der aktuelle Ziel-Bandbreite 2016 bereits erreicht wurde, sei das die logische Konsequenz, so Vontobel. Die Analysten geben sich überzeugt, dass Sika die Margen weiter verbessern werde, solange der Umsatz über 4% pro Jahr zulege.

Keine neuen Nachrichten gab Sika zur weiter hängigen Auseinandersetzung mit Hauptaktionärin SWH und Saint-Gobain. Die ZKB verweist auf die in diesem Zusammenhang weiterhin bestehenden Unsicherheiten und stuft die Aktie deshalb mit "Markgewichten" ein. BaaderHelvea, Vontobel und die UBS empfehlen die Titel weiter zum Kauf.

gab/uh

(AWP)