Sika-Erbenfamilie beantragt tiefere Ausschüttung

Der Baustoffkonzern Sika soll gemäss der Schenker-Winkler Holding (SWH), welche die Interessen der Erbenfamilie Burkhard vertritt, eine geringere Dividende ausschütten als vom Sika-Verwaltungsrat beantragt. Die SWH werde an der Sika-Generalversammlung vom 11. April 2017 beantragen, für das Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 96 CHF je Inhaberaktie auszuschütten und den VR-Antrag auf eine Dividende von 102 CHF je Titel abzulehnen, teilte die SWH am Mittwoch mit.
29.03.2017 07:57

Der Vorschlag der SWH entspreche einer Dividendenerhöhung um 23% gegenüber dem Vorjahr. Damit solle die Dividende "im langfristigen Interesse des Unternehmens" nur im Rahmen der im Geschäftsjahr 2016 erzielten Gewinnsteigerung von 21,8% erhöht werden, so die SWH. Der Vorschlag des Verwaltungsrat entspricht dagegen einer Anhebung der Dividende um 31%. Die SWH habe dem Verwaltungsrat "rechtzeitig signalisiert", eine im Verhältnis zum Jahresergebnis proportionale Erhöhung der Ausschüttungsquote zu beantragen, heisst es in der Mitteilung.

Wie bereits bekannt, beantragt die SWH an der GV zudem die Wahl von Jacques Bischoff in den Sika-Verwaltungsrat. Der frühere Hochschul-Dozent Bischoff ist Mitglied des SWH-Verwaltungsrats und früher unter anderem bei der Telekurs tätig und hatte Einsitz im Verwaltungsrat von Mastercard Europe.

Die SWH hält an der Meinung fest, dass eine Mehrheit des Sika-Verwaltungsrats im Vorjahr nicht gültig gewählt wurde. Diese Personen werde die SWH wiederum nicht in den Verwaltungsrat wählen und ihnen auch keine Entlastung erteilen, heisst es in der Mitteilung. Zudem werde sich die Holding der Familienaktionäre auch gegen die Vergütung dieses Verwaltungsrats aussprechen, sowohl rückwirkend als auch für das kommende Geschäftsjahr. Die künftige Entlohnung des "erfolgreichen Managements" sei von dieser Auseinandersetzung nicht tangiert.

tp/cf

(AWP)