Sika gegen SWH: Keine Hauptverhandlung am 14.9. - Zuger Urteil im Q4 erwartet

Zug (awp) - Die für den 14. September anberaumte Hauptverhandlung vor dem Zuger Kantonsgericht im Fall Sika gegen deren Mehrheitsaktionärin Schenker-Winkler Holding AG (SWH) findet nicht statt. Das Gericht begründete dies am Freitag auf seiner Homepage damit, dass "beide Parteien übereinstimmend auf deren Durchführung verzichtet haben". Das Urteil werde voraussichtlich im vierten Quartal 2016 gefällt, heisst es weiter.
05.08.2016 15:22

Die SWH bzw. die Sika-Gründerfamilie Burkhard will bekanntlich ihren Anteil am Zuger Bauchemie-Hersteller gegen den Willen der Mehrheit des Verwaltungsrates abstossen. Seit Anfang Dezember 2014 versucht sie, die Aktien für 2,75 Mrd CHF an die französische Sika-Konkurrentin Saint-Gobain zu verkaufen. Die Sika-Erben halten derzeit mit 16,4% des Kapitals eine Stimmenmehrheit von 52,6%.

Die Sika-Führung spricht derweil von einer feindlichen und strategisch unsinnigen Transaktion und will das Stimmrecht der Gründerfamilie entsprechend beschränken. Ob sie dies darf, darüber muss das Zuger Kantonsgericht entscheiden. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die unterlegene Partei den Entscheid danach an das Bundesgericht weiterziehen wird.

uh/cf

(AWP)