Sika legt weiteres Rekordjahr hin - Messlatte wird höher gelegt

Sika steigert sich weiter. Der Zuger Bauchemie- und Klebstoffkonzern hat den Rekordgewinn aus dem Vorjahr bereits wieder überboten. Bei einem etwas höheren Umsatz nahm das operative Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 18% auf 795,3 Mio und der Reingewinn um 22% auf 566,6 Mio CHF zu. Das sind beides neue Rekordwerte, wie Sika am Freitag mitteilte.
24.02.2017 06:31

Der Umsatz stieg - wie bereits auf provisorischer Basis Mitte Januar veröffentlicht - um 4,7% auf 5,75 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) wuchsen die Verkäufe um 5,6%.

Die Aktionäre sollen in der Form einer höheren Dividende vom Rekordgewinn profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt vor, diese auf 102 von 78 CHF pro Inhaberaktie respektive auf 17 von 13 CHF pro Namenaktie zu erhöhen, was einer Steigerung von 31% entspricht.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Sika die Analystenerwartungen leicht überboten. Für den EBIT wurden im Durchschnitt (AWP-Konsens) 794,6 Mio und für den Reingewinn 563,0 Mio CHF veranschlagt. Und die Dividende wurde im Schnitt bei 90,05 CHF, resp. 15,33 CHF gesehen.

Bereits im Januar hatte Sika einen EBIT im Bereich von 780 bis 800 Mio CHF sowie einen Rekordgewinn in Aussicht gestellt.

Die Ziele der "Strategie 2018" habe Sika zwei Jahre früher als geplant erreicht, heisst es weiter. Deshalb würden für die Periode bis 2020 neue, höhere Ziele ausgegeben. Neu wird eine EBIT-Marge von 14-16% (bisher 12-14%) und ein operativer freier Geldfluss von über 10% (bisher über 8%) angestrebt. Der Return on Capital Employed soll 25% übertreffen.

Bis 2020 sollen zudem 30 neue Fabriken in Betrieb genommen und acht neue Ländergesellschaften gegründet werden. Wie bisher soll das jährliche Umsatzwachstum dabei 6-8% betragen. Bis zum Jahr 2020 will Sika den EBIT auf über 1 Mrd CHF ausbauen.

Auf dem Weg dorthin soll der Umsatz im laufenden Jahr um 6-8% auf erstmals 6 Mrd CHF steigen, kombiniert mit einer überproportionalen Gewinnsteigerung. 2017 will Sika acht neue Fabriken eröffnen sowie drei neue Ländergesellschaften gründen.

NICHTS NEUE ZU ST-GOBAIN

Nichts Neues lässt Sika zum Übernahmestreit mit der französischen Gruppe Saint-Gobain verlauten. In der Mitteilung wird auf das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom letzten Oktober verwiesen. Dieses legitimiere "das Vorgehen von Sika in den letzten zwei Jahren". Der Übernahmekampf dauert nun schon mehr als zwei Jahre.

Der französische Baukonzern Saint-Gobain hält derweil unverändert an seinen Plänen zur Übernahme von Sika fest. Mit Blick auf die geplante Übernahme einer Kontrollmehrheit an Sika sei man zuversichtlich, dass die Rechte der Schenker Winkler Holding (SWH) wieder hergestellt würden, hatte Saint-Gobain am Donnerstagabend in einer Mitteilung zum Jahresergebnis geschrieben.

ra/uh

(AWP)