Sika mit Rekord bei Umsatz und Gewinn - China wieder mit Wachstum

(Meldung durchgehend ausgebaut)
27.10.2016 06:47

Baar (awp) - Inmitten des Übernahmekampfes bleibt die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika auf Rekordkurs und steigerte den Gewinn deutlich. Starke Resultate zeigte vor allem die Marktregion Nordamerika, während Sika in China wieder positive Wachstumsraten ausweisen kann. Für 2016 wurden die Wachstumsprognosen bestätigt.

Zwischen Januar und Ende September setzte Sika 4,33 Mrd CHF um, das sind 5,8% mehr als im Jahr zuvor. In Lokalwährungen resultierte ein Wachstum von 6,3%. Damit hat sich das Wachstumstempo im dritten Quartal aber etwas abgeflacht, hatte doch im ersten Semester in Lokalwährungen ein Plus von 7,6% resultiert. Doch zumindest in China habe Sika nach sechs rückläufigen Quartalen wieder positive Wachstumszahlen verzeichnet, teilt die Gruppe am Donnerstag mit.

GEWINN STEIGT ÜBERPROPORTIONAL

Das Betriebsergebnis auf den Stufen EBITDA und EBIT nahm um 17% resp. knapp 21% auf 719,5 Mio und 591,2 Mio CHF zu. Der Reingewinn schliesslich erhöhte sich um fast 23% auf 415,5 Mio. Der nicht näher bezifferte Geldfluss sei um nahezu 44% gestiegen. Das seien alles neue Rekordwerte, so Sika.

Die höhere Profitabilität erklärt das Unternehmen mit steigenden Bruttomargen und einer unterproportionalen Kostenentwicklung. Mit diesen Zahlen hat Sika die Erwartungen der Analysten auf Gewinnebene übertroffen, während der Umsatz etwas darunter lag.

"Die Umsatzzahlen sowie unsere Fähigkeit, die Marge Quartal für Quartal zu verbessern, sind beeindruckende Resultate unserer Strategieumsetzung", lässt sich Sika-Chef Jan Jenisch in der Mitteilung zitieren.

NORDAMERIKA DYNAMISCH

Alle von Sika bearbeiteten Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, heisst es weiter. Allen voran Nordamerika erzielte ein Umsatzplus von 9,9% in Lokalwährungen auf 705,0 Mio CHF. Der beschleunigte Ausbau der Vertriebsstrukturen und der Supply Chain seien die Hauptwachstumstreiber gewesen.

In der mit Abstand grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stiegen die Verkäufe in Lokalwährungen um 5,3% auf 2,06 Mrd CHF. Die westeuropäischen Kernmärkte Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Spanien und Italien hätten eine "solide" Nachfrage erfahren, "gute" Zuwachsraten habe man in Osteuropa realisiert. Das stärkste Umsatzplus sei mit über 20% in Afrika erzielt worden.

Die Region Lateinamerika legte um 5,6% in LW auf 420,5 Mio CHF zu. Währungseffekte inklusive schrumpften hingegen die Verkäufe um 7,2%. Mexiko, Argentinien und Chile hätten sich stark entwickelt, hingegen habe die Krise in Brasilien sowie die teilweise signifikanten Abwertungen einiger Lokalwährungen zu einer Abschwächung des Geschäfts geführt.

In Asien/Pazifik lag das Wachstum bei 3,8% in LW, nach einem Wert von 4,6% im Vorjahr. Die Verkäufe lagen bei 785,5 Mio CHF. In Südostasien und in der Pazifikregion seien zweistellige Umsatzsteigerungen erzielt worden. China habe im dritten Quartal nach sechs rückläufigen Jahresvierteln wieder positive Wachstumszahlen erreicht und in Japan entwickelte sich der Umsatz laut Sika stabil.

ZUVERSICHT FÜR 2016

Die Jahresziele 2016 können bestätigt werden, so Sika weiter. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Umsatz von rund 5,8 Mrd CHF und eine überdurchschnittliche Margensteigerung bei einem EBIT zwischen 780 und 800 Mio CHF erwartet. Man steuere also auf ein weiteres Rekordjahr zu. Mit der Eröffnung von vier neuen Ländergesellschaften und acht neuen Fabriken liege die Anzahl der Wachstumsinvestitionen gar über Plan.

Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibt für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen, heisst es weiter.

ra/mk

(AWP)