Sinkende Gewinne setzen Marks&Spencer unter Druck

Der kriselnde britische Handelskonzern Marks&Spencer will angesichts von Rückgängen bei Umsatz und Gewinn den Umbau beschleunigen.
08.11.2017 10:57

Der Vorsteuergewinn vor Einmaleffekten sank im Halbjahr (per Ende September) des Geschäftsjahres auf rund 219 Millionen Pfund (288 Millionen Franken), vor Jahresfrist waren es noch 231,3 Millionen Pfund gewesen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Auch die Umsätze gingen auf vergleichbarer Basis zurück. Steigende Inflationsraten drücken nach der Brexit-Entscheidung auf die Stimmung der britischen Konsumenten.

Die 133 Jahre alte Kette kann zudem bei den Kunden nicht mehr wie in der Vergangenheit punkten. Vor allem die Bereiche für Bekleidung und Haushaltswaren schwächeln.

Marks&Spencer-Chef Steve Rowe hat dem Konzern bereits einen Umbau verordnet. 30 Läden sollen im Rahmen der Restrukturierung auf der Insel geschlossen werden, 45 sollen künftig nur noch Lebensmittel verkaufen. Die defizitären Aktivitäten im Ausland wurden eindampft.

Die bereits verkündeten Schliessungspläne in Grossbritannien seien nun ein "Minimum", sagte Rowe. Immerhin zeigte er sich mit dem Start in das wichtige Weihnachtsgeschäft zufrieden.

(AWP)