Sinkender Zigarettenabsatz macht Imperial Brands weiter zu schaffen

Dem britischen Tabakkonzern Imperial Brands macht der schrumpfende Zigarettenabsatz weiter zu schaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September wurde der Anbieter von Marken wie West und Gauloises Blondes gut vier Prozent weniger Tabak los als im Vorjahr, wie er am Dienstag in Bristol mitteilte. Konzernchefin Alison Cooper versucht den Konzern mit der Ausrichtung auf E-Zigaretten wieder auf Wachstumskurs zu bekommen. Trotz erneut hoher Abschreibungen konnte Imperial Brands seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr wieder steigern.
07.11.2017 09:15

Dennoch liess sich die sinkende Nachfrage nach Zigaretten nicht verstecken. In Landeswährungen ging der Netto-Tabakumsatz im Geschäftsjahr um 2,6 Prozent zurück. Nur weil die britische Währung nach dem Brexit-Votum stark an Wert verloren hat, wuchsen die Erlöse des Konzerns um acht Prozent auf 7,76 Milliarden britische Pfund (8,8 Mrd Euro). Auch der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte nur dank Währungseffekten um gut sechs Prozent auf 3,8 Milliarden Pfund zu. Unter dem Strich blieb mit 1,45 Milliarden Pfund allerdings gut doppelt so viel übrig wie im Vorjahr, als hohe Finanzierungskosten das Ergebnis nach unten gezogen hatten.

Konzernchefin Cooper will erreichen, dass Umsatz und Gewinn je Aktie mittelfristig auch ohne die Hilfe von Währungsschwankungen wieder zulegen. Dazu will sie neue Varianten von E-Zigaretten in den bisherigen Absatzmärkten des Konzerns verkaufen und das Geschäft auf weitere Länder ausdehnen. In diesem Bereich gebe es deutliche Wachstumsmöglichkeiten. Imperial Brands hat sich bereits mit einer Umbenennung auf die veränderte Marktlage eingestellt - und das Wort "Tobacco" aus seinem Namen gestrichen./stw/mne/jha/

(AWP)