SIX nimmt Transaktionsregister für Derivategeschäfte in Betrieb

Das Schweizer Transaktionsregister für Derivategeschäfte der SIX nimmt den Betrieb auf. Damit erfolge der Schritt sechs Monate nach der Zulassung durch die Finanzmarktaufsicht Finma, teilt das Unternehmen am Montag mit. Die meisten grossen (als FC+ klassifizierte) finanziellen Gegenparteien in der Schweiz hätten sich für die Lösung von SIX Securities Services entschieden und wurden in das System aufgenommen.
02.10.2017 09:03

"FC+"-klassifizierte finanzielle Gegenparteien sind beispielsweise Banken, Effektenhändler, Vermögensverwalter oder Fondsleitungen. Gemäss dem Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) müssen alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ihre Derivategeschäfte einem autorisierten Transaktionsregister melden. Das umfasst ausserbörsliche und börsliche Derivategeschäfte.

Die SIX habe das Transaktionsregister auf Wunsch von Kunden lanciert, heisst es in der Mitteilung weiter. In den vergangenen sechs Monaten wurde beim "Onboarding" eng mit Banken zusammengearbeitet, auch um technische Probleme rechtzeitig zu lösen.

"Wir freuen uns darüber, dass sich die meisten Marktteilnehmer für unser Transaktionsregister entschieden haben, um ihre Pflichten nach FinfraG zu erfüllen", lässt sich Tomas Kindler, Head Financial Center Services und Mitglied des Management Committee von SIX Securities Services zitieren. In der nächsten Phase sollen auch die Unternehmen mit kleineren Positionen (FC- und NFC+ klassifiziert) an Bord geholt werden.

SIX Securities Services ist neben der Börse eine der vier Divisionen der Gruppe und übernimmt nachbörsliche Prozesse und Dienstleistungen (Post-Trading, Clearing).

ys/cp

(AWP)