Societe Generale legt Rechtsstreit mit Libyen bei - Gewinn sinkt deshalb

Ein Rechtsstreit mit dem Staatsfonds Libyens hat die französische Grossbank Societe Generale (SocGen) im ersten Quartal belastet. Immerhin gelang es der Bank aber, den seit einigen Jahren vor einem Londoner Gericht ausgetragenen Konflikt aus der Welt zu schaffen. Die Bank machte keine Angabe, wie viel dies genau gekostet hat, sondern bezifferte lediglich die Gesamtkosten für Rechtsstreitigkeiten. Diese haben das Ergebnis im ersten Quartal insgesamt mit 350 Millionen Euro belastet, wie die im EuroStoxx 50 notierte Gesellschaft am Donnerstag in Paris mitteilte. Darin seien alle Kosten für den Vergleich mit dem Staatsfonds Libyens enthalten.
04.05.2017 07:34

Wegen dieser Aufwendungen sei der Überschuss um fast ein Fünftel auf 747 Millionen Euro gefallen. Bereinigt um die Kosten für Rechtsstreitigkeiten und andere Sonderfaktoren sei der Gewinn dagegen um 50 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro geklettert. Bei dem Rechtsstreit mit Libyen ging es um Geschäfte Ende des vergangenen Jahrzehnts. Die französische Bank hatte damals viel Geld des Staatsfonds unter der Regierung von Muammar al-Gaddafi verzockt. Dabei sollen auch Bestechungsgelder bezahlt worden sein. Nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes zerrte die Nachfolgeregierung die SocGen deswegen vor ein Gericht in London./zb/stb

(AWP)