Sonova-Papiere erleiden nach Halbjahreszahlen Abgaben

Die Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova notieren am Dienstag nach der Vorlage der Halbjahreszahlen tiefer. Umsatz und Betriebsergebnis lagen unter den Konsensschätzungen. Die Beibehaltung der Jahresprognose wird grundsätzlich positiv gewertet.
20.11.2018 09:48

Die Sonova-Aktien verlieren um 09.40 Uhr 2,1 Prozent auf 153,15 Franken. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI gibt aktuell 0,2 Prozent ab.

Der Analyst von Jefferies wertet Umsatz, EBITA und Gewinn pro Aktie als unter seinen Erwartungen. Das organische Wachstum sei schwächer ausgefallen als bei den Wettbewerbern. Während sich die Situation im Detailhandel verbessert habe, auch durch eine Erholung in Kernmärkten wie USA und den Niederlanden, hinke der Grosshandel hinterher. Als Grund wird hier der Wettbewerbsdruck und der späte Zyklus bei den Produkten genannt.

Auch bei der ZKB werden die Ergebnisse als Durchzogen bewertet. Die Cochlea-Implantate hätten die Profitabilität weniger steigern können als erhofft. Die operative Dynamik im zweiten Semester müsse deutlich zunehmen, um die Guidance zu erreichen, schrieb der Analyst. Sonova sei davon überzeugt, mit der neuen Produktplattform Marvel das Hörgerätegeschäft im zweiten Halbjahr vorantreiben zu können. Die Bank bewertet die Aktien mit "Marktgewichten".

Wie erwartet und angekündigt seien die Zahlen von Sonova im ersten Halbjahr eher schwach gewesen, heisst es bei der Bank Vontobel. Die Frage sei, ob das Unternehmen das Wachstum beschleunigen könne, da es sich im Vergleich zu den Wettbewerbern abgeschwächt habe. Der Analyst stellt sowohl die Bewertung "Hold", als auch das Kursziel von 173 Franken auf den Prüfstand.

Der Experte der Commerzbank wertet die Umsatzentwicklung im Rahmen der tiefen Erwartungen. Betriebs- und Reingewinn hätten jedoch enttäuscht. Gegenwind sei auch durch die Marktanteilsverluste bei den US-Veteranen entstanden.

yr/cf

(AWP)