Sonova steigert Halbjahresumsatz - Guidance nach AudiNova-Kauf angepasst

Stäfa (awp) - Der Hörsystem-Hersteller Sonova hat im ersten Halbjahr 2016/17 (per Ende September) den Umsatz gesteigert. Aufgrund von Einmalkosten im Zusammenhang mit der Mitte September abgeschlossenen Akquisition von AudioNova resultiert unter dem Strich aber ein tieferer Reingewinn. Auf normalisierter Basis wurde indes eine Gewinnsteigerung erreicht. Das Management bestätigt die bisherige Guidance für das Gesamtjahr, passt diese aber um die Auswirkungen der AudioNova-Akquisition an.
14.11.2016 08:39

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 6,7% auf 1,07 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) betrug das Wachstum 5,5%, teilte Sonova am Montag mit. Das Wachstum durch die im Berichtszeitraum getätigten Akquisitionen und aus der Annualisierung der im letzten Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen belief sich auf 4,5%.

WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG AM ENDE DES HALBJAHRES

"Dabei hat sich das Wachstum gegen Ende des Halbjahres beschleunigt, nachdem uns zu Beginn des Semester noch eine Gegenwind, insbesondere in Deutschland wegen der AudioNova-Übernahme, entgegen blies", stellte CEO Lukas Braunschweiler im Gespräch mit AWP fest.

Der Bruttogewinn stieg um 9,5% respektive um 8,2% in Lokalwährung auf 723,8 Mio. . Die Bruttomarge betrug 67,6% nach 65,9% im Vorjahr.

Der um Einmal- und integrationskosten für die zugekaufte AudioNova normalisierte EBITA stieg um 5,2% auf 205,9 Mio (+2,7% in LW), die entsprechende Marge betrug 19,2%, nach 19,5% im Vorjahr. Der ausgewiesene EBITA belief sich auf 195,8 Mio, in Lokalwährungen entspricht dies einem Rückgang um 2,5%. In Schweizer Franken blieb er hingegen unverändert. Die entsprechende Marge belief sich auf 18,3%.

Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 152,1 Mio CHF, ohne die Einmaleffekte wären es 161,3 Mio gewesen. Das entspricht auf ausgewiesener Basis einem Rückgang von 3,4%, auf normalisierter Basis jedoch einem Anstieg von 2,5%.

Damit hat das Unternehmen die Konsenserwartungen des Marktes auf Stufe Umsatz und EBITA erfüllt.

US-WAHL BEREITET KEINE SORGEN

Alle Geschäftsbereiche hätten ein solides Wachstum erzielt, sagte Braunschweiler weiter. Dabei habe das Unternehmen von der Einführung einer Reihe neuer Produkte profitiert, welche von Kunden "hervorragend" aufgenommen worden seien und gegen Ende des Geschäftshalbjahres zu einer markanten Steigerung im Umsatz beigetragen hätten, führte Braunschweiler aus. Insbesondere die Hörgeräte mit wiederaufladbaren Batterien der Belog-Plattform seien auf hohe Resonanz gestossen.

In den USA, wo des Retailgeschäft gestrafft worden sei, habe sich der Umsatz in Lokalwährung unverändert entwickelt, führte der CEO weiter aus. Der Marktanteil beim "Department of Veterans Affairs" (VA) habe in den letzten Monaten einen positiven Trend gezeigt. Die vom künftigen US-Präsidenten im Vorfeld abgegebene Drohung, er wolle Obamacare wieder rückgängig machen, hätte seiner Einschätzung zufolge keinen Einfluss auf die Hörgerätebranche, ergänzte der der CEO.

EMEA, die grösste Region der Gruppe, verzeichnete mit 12,2% in Lokalwährungen ein starkes Umsatzwachstum. Die Region Asien/Pazifik erzielte einen Umsatzanstieg von lediglich 1,6% in Lokalwährungen. Während Australien zulegen konnte, sei der Umsatz in China im Vorfeld von Produkteinführungen im Oktober zurückgegangen.

"Dass sich das Wachstum gegen Ende des Halbjahres beschleunigt hat, freut uns sehr und bestätigt unsere Annahmen", so Braunschweiler zu AWP. Sonova gehe davon aus, dass das Umsatzwachstum im Zuge der positiven Marktreaktion auf die neu eingeführten Produkte in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres an Fahrt gewinnen werde, zeigte sich der CEO überzeugt. Inklusive der Akquisition von AudioNova erwarte die Gesellschaft 2016/17 ein konsolidiertes Umsatzwachstum von 14-16% in Lokalwährungen. Unter Ausschluss der Einmalkosten rechnet Sonova mit einem Anstieg des EBITA um 8-12% in Lokalwährungen.

sig/ra

(AWP)