SPS steigert Ertrag nach neun Monaten - Ziele bestätigt

(Mit weiteren Angaben ergänzt - Konsenszahl zum EBIT korrigiert)
11.11.2016 08:48

Olten (awp) - Das Immobilienunternehmen SPS hat in den ersten neun Monaten 2016 den Ertrag gesteigert und setzt damit den Wachstumskurs fort. Im laufenden Jahr wurde das Portfolio mit Akquisitionen gezielt ergänzt, insbesondere im Segment "Wohnen im Alter". Die Gruppe sieht sich auf Kurs, um die für das Gesamtjahr gesetzten Ziele zu erreichen.

Der Gesamtertrag von SPS nahm in den Monaten Januar bis September um 5% auf 772 Mio CHF zu, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Dabei sind die Mieteinnahmen als grösster Posten um 1,2% auf 340 Mio angewachsen. Das Geschäftsfeld "Wohnen im Alter" mit der Tertianum-Gruppe konnte den Ertrag gegenüber dem Vorjahr dank Zukäufen gar auf 239 Mio verdoppeln.

TIEFERE NEUBEWERTUNGEN

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sank vor Berücksichtigung der Neubewertungseffekte auf 277 Mio CHF nach 298 Mio im Vorjahr und unter dem Strich resultierte ein um 8,4% tieferer Reingewinn von 187 Mio CHF. Damit hat SPS die Erwartungen der Analysten beim EBIT (AWP-Konsens: 274 Mio) leicht übertroffen.

Rechnet man die Neubewertungseffekte in Höhe von 34,8 Mio CHF (VJ 100 Mio) mit ein, dann liegt der EBIT bei 312 Mio (398 Mio) Mio und der Reingewinn bei 199 Mio (250 Mio). Allerdings hatten im Vorjahr die höheren Neubewertungen sowie ausserordentliche Effekte, wie die Verkaufsgewinne der Stockwerkeinheiten "Maaghof", den Gewinn begünstigt.

In der Bilanz weist SPS per Ende September ein gegenüber Vorjahr um knapp 200 Mio auf 5,02 Mrd CHF gesteigertes Eigenkapital aus, wobei gleichzeitig auch die Eigenkapitalquote um 0,9 Prozentpunkte auf 45,8% gestärkt werden konnte. Derweil rutschte die Eigenkapitalrendite auf 5,4% von 7,3% ab und die Gesamtkapitalrendite wird mit 3,3% (VJ 4,1%) ausgewiesen.

PORTFOLIO ERGÄNZT

SPS habe das Immobilienportfolio im laufenden Jahr mit vier "attraktiven" Übernahmen ergänzt und so den Wegfall der im Vorjahr verkauften Objekte kompensiert, schreibt die Gesellschaft weiter. Die vier Objekte bringen ein Gesamtanlagevolumen von rund 175 Mio CHF ein, seien zu 100% vermietet und erwirtschaften jährliche Mieterträge von 7,1 Mio.

Zugekauft wurde etwa eine 2009/2010 erstellte Liegenschaft mit Büroflächen in Baar. In Luzern erwarb SPS das regionale Einkaufszentrum Schönbühl. Nach dem Bilanzstichtag sei zudem ein weiteres Bürohaus (Baujahr 2012) in Baar und eine gemischt genutzte Liegenschaft an der Rue des Alpes in Genf gekauft worden.

Auf der Gegenseite veräusserte die Gruppe im August in Genf die Liegenschaft an der Rue de Rive 3 sowie im Oktober zwei Objekte in Locarno gewinnbringend. Die Transaktionen hätten einen Cash-Inflow von insgesamt 75 Mio CHF generiert.

CHANCEN NUTZEN

SPS will auch künftig Chancen aus Projektentwicklungen, Umnutzungen und Modernisierungen nutzen. Nach dem Bilanzstichtag wurden wichtige Mietverträge mit Bauhaus für das Redevelopment des Einkaufszentrums A1 in Oftringen sowie mit Prizeotel und Coop für die Umnutzung der "Schönburg" in Bern abgeschlossen. Weiter sei für das Siemens-Areal in Zürich-Albisrieden die Baueingabe für einen multifunktionalen Gewerbe- und Dienstleistungsbau erfolgt.

Tertianum integrierte derweil die Anfang Oktober 2015 übernommene SENIOcare und für die im Februar 2016 akquirierte Boas Senior Care seien die Integrationsarbeiten lanciert worden, heisst es weiter. Zudem habe man Anfang Oktober 2016 das Wohn- und Pflegezentrum Letzipark eröffnet, womit Tertianum nun über 70 Standorte in der ganzen Schweiz verfügt. Bis 2020 sollen 18 weitere Standorte dazukommen.

Und im Bereich Retail konnte der Ertrag mit Jelmoli in einem herausfordernden Detailhandelsumfeld und trotz Umbauten auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Retail-Ertrag sank leicht auf 92,8 Mio CHF von zuvor 96,5 Mio.

ZIELE BESTÄTIGT - LEERSTANDSQUOTE REDUZIERT

Weiter bestätigte SPS die Guidance für das Geschäftsjahr 2016. Demzufolge rechnet die Konzernleitung mit einer Steigerung des Mietertrags und des Betriebsertrags insgesamt, wozu auch Neuprojekte ihren Beitrag leisten würden. Die Leerstandsquote soll am unteren Ende der Bandbreite von 6% bis 7% zu liegen kommen. Ende September lag diese Quote noch bei 6,2% nach zuvor 6,9%.

mk/tp

(AWP)